Einmal mehr reisen über 60 Staats- und Regierungschefs und rund 2500 international führende Wirtschaftsexperten, Politiker, Intellektuelle und Medienschaffende zum 56. Jahrestreffen nach Davos in den Schweizer Alpen. Auch eine Delegation aus Amerika unter Führung von Präsident Trump und den Ministern Rubio und Bessent hat sich angekündigt. Es ist zu erwarten, dass Trump wieder hofiert wird, statt ihm zu seiner verrückten Politik (Zölle, Grönland, Lateinamerika usw.) endlich vehement entgegenzutreten. Ebenfalls nach Davos kommen zahlreiche Vertreter internationaler Organisationen und Firmenchefs großer Konzerne, um über die Verteilung von Macht und Geld zu reden. Die Anreise erfolgt „standesgemäß“ mit Privatfliegern, Sonderflügen und Hubschraubern, wobei das Thema CO2 völlig egal ist. Dazu kommen Kosten für Sicherheit in Millionenhöhe. Mehr als 1000 Soldatinnen und Soldaten sowie Luftfahrzeuge, Flächenflugzeuge und Hubschrauber sorgen für Sicherheit bei der Veranstaltung. Vor dem Hintergrund einer Welt unvorstellbarer Schuldenberge, in welcher Konflikte, Kriege, Klimakatastrophen und Armut zunehmen, sorgen sich Milliarden Menschen um reines Wasser und Essen. Von Entwicklungsorganisationen wird aufgezeigt, dass das Vermögen der Superreichen im letzten Jahr einmal mehr stark gewachsen ist. Gleichzeitig hungern mehr als 700 Millionen Menschen und die Zahl von Menschen, welche unter der von der Weltbank festgelegten Armutsgrenze leben, stagniert bei 3,6 Milliarden! Wenn das Vermögen der Teilnehmer auf mehrere Milliarden Euro geschätzt wird, stellt sich die Frage, welche Interessen von den Mächtigen beim Weltwirtschaftsforum in Davos vertreten werden?
Mag. Hans Rankl, St. Pölten
Erschienen am Mi, 21.1.2026
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