Seit Tagen beherrscht das „unsolidarische“ Verhalten Österreichs in Sachen Russland-Sanktionen die Medien. Die bisher bekannt gewordene Beweislage erinnert an das spannende Theaterstück „Die zwölf Geschworenen“ – dass ja dann ganz anders ausgeht, als es am Anfang aussieht. Das ist anscheinend auch Günter Verheugen, Ex-EU-Kommissar aufgefallen, meinte er doch: „Generell sollten Sanktionen faktenbasiert sein und nicht auf Vermutungen aufbauen. Die Argumentation im Fall Skripal erinnert mich ein bisschen an eine Urteilsverkündung nach dem Motto „Die Tat war dem Beschuldigten zwar nicht nachzuweisen, aber sie war ihm zuzutrauen“! Was das „Zutrauen“ anlangt, füge ich aus langjähriger Beobachtung und in Kenntnis geschichtlicher Tatsachen hinzu, zutrauen tue ich (allen) Staaten alles.
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