"Ist zu akzeptieren"

Paul Scharner trägt’s mit Fassung

Fußball
25.04.2008 13:13
Paul Scharner, der von Teamchef Josef Hickersberger nicht für den am Donnerstag bekannt gegebenen rot-weiß-roten EURO-Großkader nominiert worden ist, hat mit Zurückhaltung auf die Entscheidung reagiert. "Das ist so zu akzeptieren", betonte der England-Legionär, der im Sommer 2006 seinen Team-Rücktritt erklärt, heftige Kritik an der Mannschaft geübt und in den vergangenen Monaten aber wieder auf eine Einberufung gehofft hatte.

"Ich habe es vom Valentin (Scharners Berater Valentin Hobel, Anm.) erfahren", sagte Scharner, der in der englischen Premier League für Wigan kickt. Das Wort "Enttäuschung" wollte er nicht in den Mund nehmen, meinte aber: "Nach dem letzten Gespräch mit Hickersberger Anfang März habe ich schon gehofft." Was ihm am aber am Herzen lag: "Ich will der Mannschaft unbedingt alles Gute für die EM wünschen!"

Was die Entscheidung für eine mögliche Zukunft im Team bedeutet, wollte Scharner nicht einschätzen. Äußern werde er sich dazu "nach der EM, später oder gar nicht". Grundsätzlich sei er für ein Comeback bereit: "Die Tür ist aus meiner Sicht sperrangelweit offen."

"Scharner aus Prinzip nicht dabei"
Etwas anders dürfte das Teamchef Hickersberger sehen, der am Donnerstag meinte, das Scharner "aus Prinzip" nicht in den Kader einberufen wurde. Scharner hatte vor knapp zwei Jahren seinen Team-Rücktritt damit begründet, dass er für sich keine Entwicklungsmöglichkeiten in der ÖFB-Auswahl zu sehen glaubte, was ihm den Unmut vieler Mannschaftskollegen einbrachte. Daran änderte sich auch nichts, als der England-Legionär im vergangenen Jahr erklärte, wieder für das Team spielen zu wollen.

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