Im Rahmen des österreichisch-schweizerischen Schiedsrichteraustauschs hatte Petignat einige Spiele in Österreichs höchster Spielklasse gepfiffen. "Mein Ziel war in jedem Fall die Red Zac", meinte Schett vor ihrem Debüt in Österreichs zweiter Liga. "Ob ich noch weiter hinaufkomme, weiß ich nicht. Ich muss mich einfach in jedem Spiel behaupten."
Schett scheint bei den Frauen ebenso wie Konrad Plautz bei den Männern in der höchsten internationalen Schiedsrichter-Kategorie auf, der "Elite". Am vergangenen Sonntag pfiff sie in Frankreich das Halbfinal-Hinspiel des UEFA-Cup der Frauen zwischen Olympique Lyon und Umea IK (1:1). "Es ist als Frau leichter, bei den Männern zu pfeifen", meinte Schett. "Frauen sind Frauen gegenüber zickiger. Männer behandeln eine Schiedsrichterin respektvoller."
Dafür sei das Spiel bei den Frauen weniger brutal, so Schett: "Männer spielen mit sehr viel mehr Körpereinsatz. Das gibt es im Frauenfußball nicht in dieser Intensität. Der ist auch gut und schnell, aber die Härte und Brutalität des Männerfußballs hat er nicht." Schett sieht sich zwar in gewisser Weise als Vorreiterin für mehr Schiedsrichterinnen im Männerfußball, aber: "Ich glaube nicht, dass eine Frau jemals ein Champions-League-Finale leiten wird. So realistisch muss man sein."
Foto: Klaus Kreuzer
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