Kritik am FIFA-Chef

Fußball-Legende Maradona schimpft auf Blatter

Fußball
18.03.2008 13:07
Fußball-Legende Diego Maradona hat am Montag heftige Kritik an den eingeführten Höhenlimits für FIFA-Bewerbsspiele geübt. Der Kapitän des argentinischen Weltmeister-Teams von 1986 hatte zuvor 3.600 Meter über dem Meeresspiegel im bolivianischen Nationalstadion gemeinsam mit Staatspräsident Evo Morales an einem Charity-Turnier teilgenommen.

Die FIFA hatte am Freitag ein Verbot von internationalen Spielen über 2.750 Meter Meereshöhe bestätigt, es sei denn, die Gastmannschaft hat eine Woche lang Zeit, sich zu akklimatisieren. Über 3.000 Metern liegt die Latte bei zwei Wochen. Da Vereinsmannschaften nur zur Freigabe ihrer Spieler für fünf Tage verpflichtet sind, schließt die neue Regel Länderspiele an den bisherigen Schauplätzen der Qualifikationsspiele für die WM 2010 in Südafrika in Bolivien (La Paz) und Ecuador (Quito) praktisch aus.

"Nicht einmal Gott kann das verbieten"
"Man muss dort spielen, wo man geboren ist. Nicht einmal Gott kann das verbieten und schon gar nicht Blatter", ließ sich Maradona über den Chef des Fußball-Weltverbands aus. "Die Maßnahme ist lächerlich und schändlich. Sie wurde von Leuten getroffen, die niemals einem Fußball nachgejagt haben. Es ist politisch."

Maradona habe vor 30.000 Zuschauern im von dem neuen Regulativ betroffenen Hernaldo-Siles-Stadion in La Paz selbst den Gegenbeweis erbracht: "Ich mit meinen 47 Jahren und Präsident Morales haben der FIFA gezeigt, dass man auf diesem Fußballfeld durchaus laufen kann."

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