Skifliegen in Planica

Schlierenzauer springt in einer eigenen Liga

Sport
14.03.2008 22:05
Nach dem Weltmeistertitel im Skifliegen in Oberstdorf hat Gregor Schlierenzauer auch bei seinem Weltcup-Debüt auf einer Flugschanze triumphiert. Der 18-jährige Tiroler gewann am Freitag beim Aufakt des Weltcupfinales in Planica den dritten Bewerb in Folge und sicherte sich zum fünften Mal in der für das ÖSV-Team mit nunmehr 15 Einzelsiegen so erfolgreiche Saison den obersten Platz am Podest. Höhepunkt der Flugshow von Schlierenzauer war der Satz auf 232,5 im ersten Durchgang, mit dem er den österreichischen Rekord von Andreas Widhölzl um 1,5 Meter verbesserte.

Mit dem Erfolg stellte Schlierenzauer auch endgültig den erst dritten österreichischen Weltcup-Doppelerfolg sicher. Zuletzt hatte 1981/82 mit Armin Kogler und Hubert Neuper ein rot-weiß-rotes Duo die Weltcupwertung zu Saisonende angeführt. "Ich bin zurzeit einfach gut drauf. Skifliegen ist einfach eine andere Liga und ich genieße es", meinte der strahlende Sieger.

Hinter dem unangefochtenen Sieger, der auch mit seinem zweiten Sprung auf 225 Meter überlegen die Höchstweite markierte, landeten mit 19,2 Punkten Rückstand Tourneesieger Janne Ahonen (FIN/212,5 m /221,5 m) und 26,4 Punkte zurück Weltrekordhalter Björn Einar Romören (NOR/209/216) auf den weiteren Podesträngen.

Morgenstern "mit Gedanken woanders"
Als zweitbester ÖSV-Adler kam Martin Koch, der sich im zweiten Durchgang um sieben Plätze verbesserte, auf Rang 11. Für Weltcupsieger Thomas Morgenstern lief es nicht nach Wunsch. Der Kärntner musste mit Platz 19 sein schlechtestes Saisonresultat hinnehmen: "Ich tue mich schwer, hier gute Sprünge zu zeigen. Der Kopf spielt nicht mehr ganz mit, ich bin mit den Gedanken wohl schon woanders", so der Kärntner.

Trainer Alexander Pointner war voll des Lobes für den Sieger: "Das war Skifliegen allerhöchster Klasse. Das Schöne ist, dass sich Gregor weiterentwickelt hat", freute sich der ÖSV-Coach, "das waren auch vom Absprung her Weltklasseleistungen, er macht momentan einfach alles besser als die anderen", fügte Pointer hinzu. Schon nach dem ersten Sprung war Schlierenzauer um unglaubliche 20 Meter weiter geflogen als Ahonen. Im finalen Durchgang sprang der Tiroler abermals am Weitesten, der Abstand des besten Konkurrenten hielt sich mit 3,5 Meter diesmal aber im Rahmen.

Endergebnis des Skifliegens in Planica:




 1. DG

 2. DG

Punkte

 1.

SCHLIERENZAUER Gregor 

AUT 

 232.5

 225.0

 447.0

 2.

AHONEN Janne 

FIN 

 212.5

 221.5

 427.8

 3.

ROMÖREN Björn Einar 

NOR 

 209.5

 216.0

 420.6

 4.

JACOBSEN Anders 

NOR 

 210.0

 215.5

 420.1

 5.

BARDAL Anders 

NOR 

 209.5

 214.0

 419.7

 6.

HILDE Tom 

NOR 

 211.5

 206.5

 410.1

 7.

HAPPONEN Janne 

FIN 

 204.5

 206.5

 400.2

 8.

HAUTAMÄKI Matti 

FIN 

 206.5

 200.5

 393.9

 9.

MALYSZ Adam 

POL 

 203.0

 204.5

 393.0

 10.

KÜTTEL Andreas 

SUI 

 202.0

 202.5

 392.4


Weiter:





 11.

KOCH Martin 

AUT 

 196.0

 209.5

 389.6

 19.

MORGENSTERN Thomas 

AUT 

 197.5

 194.5

 373.9

 23.

KOFLER Andreas 

AUT 

 197.5

 192.5

 366.5

 25.

LOITZL Wolfgang 

AUT 

 187.5

 191.5

 357.8

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