Nach einer starken ersten Spielhälfte, in der die Oberösterreicher mit dem 0:1-Rückstand durch Samir Muratovic (25.) noch gut bedient waren, ließen sich die Schwarz-Weißen laut Trainer Franco Foda "aus unerklärlichen Gründen zu weit zurückfallen". Mehr als der Rückfall des eigenen Teams ärgerten den Deutschen jedoch nicht gegebene Strafstöße nach offensichtlichem Foul von Wemmer an Kienzl sowie einer Strafraum-Attacke von Klapf an Peric, wo jedoch irrtümlich zuvor schon auf Abseits entschieden worden war.
Foda vermutet Verschwörung gegen Sturm
"Es waren zwei glasklare Elfer - einer gegen Kienzl, einer gegen Peric. Wenn wir die bekommen hätten, dann wäre das Spiel ganz anders verlaufen", meinte Foda, der in der ersten Emotion sogar eine Verschwörung gegen Sturm vermutet hatte. Auch LASK-Coach Karl Daxbacher, der von einem glücklichen Erfolg sprach, meinte fair: "Auch ich muss sagen, es wäre zumindest ein Elfer zu geben gewesen". Nach Abpfiff musste auch Schörgenhofer nach TV-Studium einen Fehler eingestehen. "Laut TV war es ein Elfmeter", meinte der FIFA-Schiedsrichter aus Vorarlberg.
Mayrleb bringt den LASK auf die Siegerstraße
Christian Mayrleb stellte in Folge mit seinen Bundesliga-Toren Nummer 161 und 162 den ersten Auswärtstriumph der Athletiker gegen Sturm seit 9. September 1998 sicher. Der Goalgetter rückte in der ewigen Torschützenliste wieder näher an den bei der Rückkehr an alte Spielstätte blassen Teamkollegen Ivica Vastic (177) heran. Der LASK stellte außerdem zum sechsten Mal in dieser Saison erst im Finish drei Punkte sicher.
Nach der zweiten Heimniederlage der Saison und einem klassischen Fehlstart läuft die auf der Pole Position ins Frühjahr gestartete Sturm-Mannschaft wiederum Gefahr, den Anschluss an die Europacup-Ränge zu verlieren. In der 26. Runde wartet am Dienstag in Klagenfurt gegen Schlusslicht Austria Kärnten fast ein Pflichtsieg. "Jetzt müssen wir halt schauen, dass wir das nächste Spiel gewinnen", meinte Stürmer Mario Haas treffend.
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