Wie hat Thomas Morgenstern die Weihnachtsfeiertage erlebt?
Morgenstern: Ich habe eine schöne Zeit mit meiner Familie verbracht und das Handy ausgeschaltet, um ein paar Tage für mich zu haben. Außerdem habe ich mich voll auf die Tournee vorbereitet. Ich habe zweimal Krafttraining gemacht, meine Mentalprogramme absolviert und mir auch Aufzeichnungen von bisherigen Weltcupspringen angesehen, um das Gefühl nicht zu verlieren."
Nach sechs Siegen bist du der erklärte Tournee-Favorit. Wie gehst du mit der hohen Erwartungshaltung der Fans um?
Morgenstern: "Ich weiß, dass große Erwartungen da sind. Das stärkt mich, es gibt mir Rückhalt, wenn Tausende Leute hinter mir stehen. Ich fahre gerne als Favorit zur Tournee."
Siehst du dich selbst auch als Favorit auf den Gesamtsieg?
Morgenstern: "Mein vorrangiges Ziel bleibt der Gewinn des
Gesamt-Weltcups, daher schaue ich von Springen zu Springen. Die Möglichkeit, die Tournee zu gewinnen, ist natürlich da. Aber das kann man nicht planen, das muss passieren. Da muss viel zusammenpassen. Wenn ich in Oberstdorf gut starte, dann ist viel möglich. Ich mache mir aber nicht viel Druck. Man kann vom Kopf her nicht gleichzeitig bei mehreren Zielen sein."
Wen schätzt du neben deinen Teamkollegen als Mitfavoriten ein?Morgenstern: "Es ist ein schönes Gefühl, dass wir zu Viert im Weltcup vorne liegen, wir können uns gegenseitig viel helfen. Von den ausländischen Springern können alle, die heuer auf dem Podest waren, wie (Andreas) Küttel und (Janne) Ahonen gewinnen, dazu kommen noch (Adam) Malysz und (Simon) Ammann. Die Konkurrenz schläft nicht, die werden auch 'anzahn'."
Du bist zum Seriensieger avanciert, nachdem du in den vier Saisonen davor zwar 21 Weltcup-Podestplätze, davon aber nur zwei Siege erreicht hast. Gibt es dafür eine Erklärung?
Morgenstern: "Ich bin mir sicher, dass das Einstellungssache ist. In den letzten Jahren hatte ich immer eine punktuelle Zielsetzung mit Olympischen Spielen oder WM. Da war ich mit dem Kopf immer bei diesen Wettkämpfen. Heuer habe ich mich vom Sommer weg auf den Gesamt-Weltcup konzentriert. Der Sieg im Sommer-Grand-Prix war schon ein gutes Omen. Außerdem ist 2008 ein Skorpion-Jahr, das macht mich stark."
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