Pranger hob es zu Beginn seines zweiten Laufs aus, der Ski griff beim Wiederaufkommen stark, das Band war gerissen. Zudem zog sich der 29-Jährige einen Meniskuseinriss zu, immerhin blieb der Knorpel unbeschädigt.
"Er wird ungefähr fünf bis sechs Monate ausfallen", erklärte ÖSV-Technik-Cheftrainer Christian Höflehner. "Abgesehen von der persönlichen Tragödie ist es auch für uns ein schwerer Schlag, weil er sehr gut in Form gewesen wäre."
"Muss mich jetzt in Geduld üben"
Pranger selbst blickt einen Tag nach seinem Sturz im Slalom von Alta Badia und der folgenden Knieoperation schon wieder leicht optimistisch in die Zukunft. Die Operation im verletzten rechten Knie des Gschnitztalers sei gut verlaufen, die Saison sei aber zu Ende, an ein Ski-Training sei frühestens im Juli wieder zu denken.
"Jetzt geht es schon wieder besser", sagte Pranger, dessen Kreuzband im rechten Knie am Montagabend operiert wurde. "Auch wenn es sehr bitter ist, denn meine Formkurve zeigte eindeutig nach oben", so der Kitzbühel- und Schladming-Sieger 2005.
Erste schwere Verletzung in 20 Jahren
Für den 29-jährigen Slalomspezialisten ist es in zwanzig Jahren Rennsport die erste schwerere Verletzung. An den Moment der Verletzung kann sich Pranger gut erinnern: "Das Problem war nicht der Sturz, das Band ist schon vorher gerissen, da habe ich einen enormen Schmerz gespürt und gewusst, es ist etwas Ernstes."
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