06.12.2007 19:56 |

Höchste Strafe

Schüler wegen MP3-Player erstochen

Mehr als eineinhalb Jahre nach dem Mord an einem belgischen Schüler wegen dessen MP3-Players ist einer der beiden Täter zu einer zweijährigen Haftstrafe verurteilt worden. Das Brüsseler Jugendgericht sprach den inzwischen 18-jährigen Mariusz O. wegen Diebstahls und Totschlags schuldig.

Vor Gericht hatte Mariusz O. gestanden, im April 2006 an dem Diebstahl im Brüsseler Hauptbahnhof beteiligt gewesen zu sein. Nach eigener Aussage hatte er allerdings den Bahnhof bereits verlassen, als sein Komplize den 17-jährigen Schüler Joe Van Holsbeeck niederstach.

Das Gericht folgte jedoch dem Antrag der Anklage und verhängte gegen den jungen Polen wegen Totschlags die höchste Jugendstrafe. Die Verteidigung hatte auf "gewaltsamen Diebstahl" plädiert. O.s mehr als ein Jahr älterer Komplize Adam G. hatte gestanden, Joe die tödlichen Stiche zugefügt zu haben. Ihm wird vermutlich vor einem normalen Strafgericht der Prozess gemacht.

Die Tat zur Hauptverkehrszeit hatte in Belgien tiefe Betroffenheit ausgelöst. Rund 80.000 Menschen beteligten sich damals in Brüssel an einem Schweigemarsch aus Protest gegen den unzureichenden Schutz junger Menschen.

Kommentare
Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).