Pirovano wieder top

Ein (!) Hundertstel fehlt Conny Hütter zum Sieg

Ski Alpin
07.03.2026 11:49
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Von krone Sport

Eine ganze Hundertstel-Sekunde fehlte zum Sieg! Und trotzdem kann Conny Hütter stolz sein. Die Steirerin raste am Samstag in der zweiten Damen-Abfahrt in Val di Fassa auf Platz zwei – mit minimalem Rückstand auf die Italienerin Laura Pirovano, die den Doppelsieg fixierte. Die Schweizerin Corinne Suter landete an der dritten Stelle (+0,05).

Cornelia Hütter hat am Samstag den Sieg in der Weltcup-Abfahrt in Val di Fassa nur um eine Hundertstelsekunde verpasst. Erste war wie am Vortag und erneut mit dem knappest möglichen Vorsprung die Italienerin Laura Pirovano, für die es die ersten Erfolge im Weltcup sind. Die Schweizerin Corinne Suter landete an der dritten Stelle (+0,05). Vier Athletinnen inklusive Hütter haben nun noch die Chance, sich im letzten Saisonrennen die Abfahrtskugel zu holen.

Cornelia Hütter, Laura Pirovano und Corinne Suter (v.l.n.r.)
Cornelia Hütter, Laura Pirovano und Corinne Suter (v.l.n.r.)(Bild: AFP/ANDREAS SOLARO)

„Die Hundertstel bei Olympia waren auf meiner Seite. Den Hundertstel darf man nie nachtrauern, die kommen und gehen, wie sie wollen. Das passt so“, sagte Hütter, die am Vortag nach zwei kleinen Fehlern Fünfte geworden war. „Ich bin sauberer auf der Linie geblieben, das Material hat mich angeschoben. Ich wusste im Ziel, es wird hart, dass man mich da heute noch knacken kann. Es ist knapp, aber das ist Rennfahren, das macht Spaß.“ Der zweite Platz tue gut, denn sie habe den Drive in dieser Saison nicht bekommen, es sei immer ein Auf und Ab gewesen. „Cool, dass ich wieder auf dem Stockerl stehen kann.“

Conny Hütter
Conny Hütter(Bild: GEPA)

Es ist bisher eindeutig die Woche von Pirovano, deren erste Podestränge auch gleich Siege sind. „Unglaublich, zwei Siege, die ersten Podiums und beide mit einem Hundertstel, das ist verrückt. Ich war oft nicht so glücklich, jetzt ist alles zurückgekommen“, sagte die 28-Jährige.

Rädler ärgerte sich über Fehler
Zweitbeste Österreicherin wurde Ariane Rädler als erneut Sechste (+0,86). „Gestern war ich glücklich über den sechsten, heute hat es mich brutal geärgert wegen des Fehlers im Zielhang. Da musst du den Speed mitnehmen, der hat mir dann gefehlt.“ Weiters punkteten noch Nadine Fest als 19. und Mirjam Puchner als 29. Nina Ortlieb schied mit Sturz aus, blieb aber unverletzt. „Es ist nichts passiert, es war leider schon wieder ein Schlampigkeitsfehler, das tut schon weh“, sagte die Vorarlbergerin. Beim Weltcupfinale in der Abfahrt aus dem ÖSV-Team mit dabei sind Hütter, Ortlieb, Rädler und Puchner

Im Abfahrtsweltcup geht es vor dem letzten Saisonrennen knapp her. Es führt nun Pirovano mit 28 Zählern Vorsprung auf die Deutsche Emma Aicher, die am Samstag nur Zwölfte wurde, 85 auf deren Landsfrau Kira Weidle-Winkelmann (Tagesfünfte) und 92 auf Hütter. „Viel wird nicht mehr gehen, aber ich will einen würdigen Saisonabschluss für mich machen“, meinte die Steirerin. Die verletzte US-Amerikanerin Lindsey Vonn verlor ihre Führung und ist nun Dritte. Im Gesamtweltcup hat die US-Amerikanerin Mikaela Shiffrin noch 117 Zähler Vorsprung auf Aicher.

Das Ergebnis:

Super-G in Val di Fassa letztes Speedrennen vor Finale
Am Sonntag steht zum Abschluss noch ein Super-G auf dem Programm. „Ich weiß, dass ich alles beieinander habe, das habe ich bei Olympia gezeigt. Wenn ich alles runterbringe, wie ich es im Kopf drinnen habe, dann passt das auch“, meinte Hütter, die Bronzemedaillengewinnerin von Cortina. „Die Piste ist perfekt, ich fühle mich auf diesen Verhältnissen gut, ich will noch einmal attackieren und nicht zurückziehen, einfach Vollgas“, meinte Rädler.

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