Rapid Wien - SV Ried 4:0
Österreichs Fußball-Rekordmeister SK Rapid hat am Samstag wieder den Anschluss an höhere Tabellenregionen geschafft. Die Hütteldorfer gewannen vor eigenem Publikum gegen SV Ried durch Treffer von Bazina (27.), Hofmann (67./Elfer), Dober (69.) und Hoffer (78.) mit 4:0, feierten damit den ersten Sieg nach einer drei Runden währenden Durststrecke und in der 21. Heim-Partie gegen die Innviertler bei sechs Remis bereits den 15. vollen Erfolg.
Vor 13.300 Zuschauern im Hanappi-Stadion übernahmen die Grün-Weißen sofort die Initiative und hatten in der 14. Minute ihre erste Chance, als Bilic nach einem Eckball von Hofmann freistehend zum Kopfball kam, das Ziel aber deutlich verfehlte. Der Führungstreffer in der 27. Minute war zwar verdient, in seiner Entstehung allerdings irregulär. Dober spielte auf den im Abseits stehenden Hofmann, die Flanke des Deutschen landete über Umwege bei Kavlak, der den Ball wieder zu Hofmann beförderte - dessen neuerlichen Pass in den Strafraum verwertete Bazina aus kurzer Distanz.
Auch nach dem Seitenwechsel präsentierte sich Rapid als die tonangebende Mannschaft, ließ aber zunächst den letzten Nachdruck vermissen. Die Entscheidung fiel in der 67. Minute: Der eingewechselte Hoffer kam nach einer Attacke von Erbek im Strafraum zu Fall, den dafür verhängten Elfmeter verwertete Hofmann sicher. Zwei Minuten später stellte Dober per Kopf nach einem Hofmann-Eckball auf 3:0. Nachdem der eingewechselte Korkmaz in der 69. Minute noch mit einem Lattenschuss Pech hatte, legte er neun Minuten später nach einem kurz abgewehrten Eckball einen Sololauf hin und spielte ideal für Hoffer auf, der aus kurzer Distanz für den Endstand sorgte.
Wacker Innsbruck - Red Bull Salzburg 3:1
Es bleibt auch nach der 18. Runde dabei: Red Bull Salzburg kann in der Fremde nicht gewinnen. Ganz im Gegenteil: Der Meister kassierte bei Tabellenschlusslicht Wacker Innsbruck eine 1:3-(0:1)-Niederlage und ist damit nach der Wiener Austria bereits der zweite Favorit, der 2007/08 im Tivoli strauchelte. Matchwinner für die Tiroler, die erst nach rund 30 Minuten ihre Verunsicherung ablegten, war Matthias Hattenberger, der mit zwei Kopfballtoren die Grundlage für den zweiten Saisonsieg seiner Mannschaft legte. Florian Mader erhöhte in der Schlussphase auf 3:0, der Anschlusstreffer durch Sekagya (79.) blieb brotlose Kunst. Damit haben die bisherigen "Prügelknaben" innerhalb einer äußerst turbulenten Woche den Tabellenführer (Austria) und den Meister (Salzburg) geschlagen, sowie gegen den Aufsteiger (LASK) verloren.
SCR Altach - FK Austria 1:0
Die Wiener Austria muss im Kampf um den inoffiziellen Herbstmeistertitel der österreichischen Fußball-Bundesliga auf ein Remis im Sonntag-Spiel zwischen SV Mattersburg und dem LASK hoffen. Durch ein 0:1 auswärts gegen SCR Altach dank eines Eigentores von Schiemer in der 94. Minute zieht der Sieger des Duells zwischen dem Dritten und Zweiten an den "Veilchen" vorbei. Die Niederlage der Wiener war sowohl aufgrund des Spielverlaufs als auch aufgrund der Entstehung des Tores etwas unglücklich. Nach einer Freistoß-Flanke von Schoppitsch landete der Ball beim eingewechselten Kirchler, dessen Schuss wehrte Safar auf dem Schienbein von Schiemer, von wo das Spielgerät ins Netz kullerte. Damit wartet die Austria, die mit zehn Österreichern in der Startformation antrat, nun schon seit vier Runden auf einen Sieg.
Austria Kärnten - Sturm Graz 0:0
Das torlose Remis zwischen Austria Kärnten und Sturm Graz hilft keiner der beiden Mannschaften wirklich weiter. Die weiter vorletzten Kärntner machten keinen Boden auf das Tabellenmittelfeld gut, das Team von Franko Foda büßte durch das Remis in Klagenfurt einen Tabellenplatz ein und ist nun Sechster. Die Kärntner waren über weite Strecken das bessere Team und hatten mit drei Aluminiumtreffern viel Pech. Die Foda-Elf erlebte im Klagenfurter-EM-Stadion angesichts von fast 5.000 mitgereisten Fans ein Beinahe-Heimspiel, die Grazer Fans sahen von ihrer Mannschaft aber keine Glanzleistung.








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