Do, 21. Juni 2018

Physik-Nobelpreis

09.10.2007 22:22

Auszeichnung für "Riesen-Magnetwiderstand"

Der Nobelpreis für Physik 2007 geht an den deutschen Wissenschafter Peter Grünberg (rechts im Bild) vom Forschungszentrum Jülich und den französischen Forscher Albert Fert (links im Bild) von der Université Paris-Sud in Orsay. Das hat die Königlich Schwedische Akademie der Wissenschaften am Dienstag in Stockholm bekannt gegeben.

Die beiden Forscher werden für die 1988 erfolgte Entdeckung eines völlig neuen physikalischen Effekts, des sogenannten "Riesen-Magnetwiderstands" (GMR-Effekt) geehrt. Mit dessen Hilfe konnte die Computer-Festplattenkapazität in den vergangenen Jahren erheblich gesteigert werden. Die Ehrung ist wie im Vorjahr mit zehn Millionen Kronen (1,1 Millionen Euro) dotiert und wird am 10. Dezember, dem Todestag des Stifters Alfred Nobel, in Stockholm überreicht.

"Das ist eine große Ehre", sagte Peter Grünberg (68) vom Forschungszentrum Jülich nach dem Anruf aus Stockholm laut dpa. Sein Kollege Albert Fert (69) von der Université Paris-Sud in Orsay war nach der Zuerkennung "tief bewegt": "Ich bin mehr als glücklich, den Preis mit Peter Grünberg zu teilen. Wir haben die Ergebnisse unserer Forschungsarbeit in fairer Weise ausgetauscht, selbst nachdem wir nicht mehr direkt kooperiert haben.

Beide Forscher haben 1988 unabhängig voneinander den Effekt des Riesen-Magnetwiderstands (Giant Magneto Resistance, GMR) entdeckt. Die Umsetzung dieser Grundlagenforschung in ein innovatives Produkt ging rasant, nur wenige Jahre später sollte dieses Phänomen die Technologie für Computer-Festplatten revolutionieren und ein Milliarden-Geschäft werden. Seit 1997, als IBM den ersten auf dem GMR-Effekt fußenden Lesekopf für Festplatten vorstellte, hat die Speicherdichte einen enormen Sprung gemacht. Die beiden Wissenschafter wurden für ihre Arbeit bereits vielfach ausgezeichnet, u.a. mit dem mit 50 Millionen Yen (325.000 Euro) dotierten "Japan-Preis" Anfang des Jahres.

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