24.09.2007 15:20 |

Glücksfall

Verlorenes Armband nach 53 Jahren aufgetaucht

Nach mehr als fünf Jahrzehnten hat für einen US-Professor ein Kindheitstrauma ein glückliches Ende gefunden: Als 13-jähriger Bub verlor er ein Armband, das ihm sein Vater geschenkt hatte. Im Alter von 66 Jahren hat er den verlorenen Schatz nun wieder zurückbekommen. Das Schmuckstück von hohem ideellen Wert war während eines Campingurlaubs beim Schwimmen im Lake Tahoe in Nevada verloren gegangen.

Michael LeBow wusste zuerst nicht, wie ihm geschah, als ihn ein Mann anrief, der behauptete, sein Armband gefunden zu haben. Erst als der Anrufer die Gravur auf dem Schmuckstück beschrieb, fiel der Groschen: Es handelte sich tatsächlich um jenes Armband, das er als 13-Jähriger beim Schwimmen im Lake Tahoe (siehe Bild) während eines Campingurlaubs der Familie im US-Bundesstaat Nevada verloren hatte.  

Der Anruf weckte bei LeBow Kindheitserinnerungen: "Ich fühlte mich damals furchtbar. Wir haben überall danach gesucht, konnten es aber nicht finden. Im Laufe der Jahre habe ich das Armband einfach vergessen." Während die Erinnerung an das Schmuckstück verblasste, stieg aber gleichzeitig sein sentimentaler Wert: LeBows Vater hatte das Armband während des Zweiten Weltkrieges getragen und hatte es mit der Gravur "Mike LeBow. Love Mom, Dad, Julie and Esty" versehen lassen und seinem Sohn zum Geschenk gemacht. 

Armband-Gravur führte Finder zum Besitzer
Das Wiederauftauchen des Armbands verdankt der heute 66-jährige Psychologie-Professor an der Universität Manitoba dem ungewöhnlichen Hobby von Finder George Miskovsky. Er hatte den Lake Tahoe mit seinem Metalldetektor durchkämmt und war schließlich im drei Meter hohen Wasser auf das Armband gestoßen. Die Gravur führte den ehrlichen Finder schließlich zu jenem Mann, der es vor 53 Jahren verloren hatte. 

Miskovsky war fest entschlossen, den ursprünglichen Besitzer ausfindig zu machen. Er startete eine Internetrecherche, mit dem Suchwort „Mike LeBow“ erhielt er allerdings Tausende Treffer. Erst als er die beiden weiteren in das Armband eingravierten Namen „Julie“ und „Esty“ der Anfrage hinzufügte, stieß er auf ein Buch, das LeBow vor Jahren geschrieben und seinen beiden Geschwistern gewidmet hatte. LeBows Kontaktdaten fand er schließlich auf der Website von LeBows Arbeitsplatz, der Universität Manitoba.
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