09.08.2007 12:49 |

Fluglinien empört

Gepäck-Chaos in Rom: Koffer verschwunden

Auf dem römischen Airport Fiumicino ist das Gepäck-Chaos ausgebrochen: In den vergangenen Tagen sind Tausende von Koffern und Taschen verloren gegangen oder erst mit starker Verspätung aus den Maschinen abgeladen worden. Verschiedene Airlines verlangen nun Schadenersatz in der Höhe von sechs Millionen Euro vom Flughafenbetreiber.

Bei einer Kontrolle sind mehr als 800 verloren gegangene Gepäckstücke entdeckt worden. 80 Arbeiter wurden zusätzlich eingesetzt, um weitere Probleme zu vermeiden. Die Polizei wachte, dass die Koffer nicht gestohlen wurden.

Der Flughafenbetreiber bezichtigte die externen Dienstleister am Boden der Schlamperei. Selbst über Sabotage wurde angesichts von durch Kaugummis blockierten Sensoren sowie Nägeln und Cola-Dosen zwischen den Fließbändern gemunkelt. Die Luftfahrtbehörde Enac forderte bereits ein Einschreiten der Polizei.

Unangemeldete Kontrolle: Kein einziger Mitarbeiter in Sicht
Bei einer unangemeldeten Kontrolle am Montag hatten die Aufseher auf dem ganzen Airport keinen einzigen Mitarbeiter der Gepäckservicegesellschaft entdeckt. Aviapartner beschuldigte die Verwaltungsgesellschaft des Flughafens, die Gepäckverteilungssysteme nicht wie versprochen modernisiert zu haben.

Einem der vier für die Abfertigung und den Gepäcktransport zuständigen Unternehmen, dem Brüsseler Konzern Aviapartner, drohte die italienische Flugaufsichtsbehörde mit Lizenz-Entzug, falls die Organisation auf dem römischen Flughafen nicht innerhalb von 30 Tagen umgekrempelt wird.

Die Gewerkschaften, die die 5.000 römischen Gepäckabfertiger vertreten, fanden eine schlichtere Erklärung für das Chaos: "Die Schwierigkeiten in Fiumicino liegen an der großen Menge der aufgegebenen Gepäckstücke", sagte Walter Mancini, Chef der Gewerkschaft SdL.

Symbolbild

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