Wegen falscher Beweisaussage und Verleumdung musste der ehemalige Bürgermeister einer Tiroler Gemeinde in Innsbruck vor Gericht Platz nehmen. Der gelernte Maurer hatte wohl übersehen, dass er ein Dokument bezüglich einer Flächenwidmung einst selbst unterschrieben hatte.
Dass er in Innsbruck auf der Anklagebank landete, hat sich ein 57-jähriger Tiroler selbst eingebrockt. Dem früheren Bürgermeister einer 930-Seelen-Gemeinde fielen drei Jahre nach seiner Amtszeit nämlich vermeintliche Unstimmigkeiten in der Raumordnung auf und er wandte sich an die Gemeindeaufsichtsbehörde.
Ich habe das Dokument nie gesehen.
Der Alt-Bürgermeister vor Gericht
Vorwürfe gegen Amtsleiter
Doch es stellte sich heraus, dass er für alles verantwortlich war. Auf einer Bestätigung über die Flächenwidmung war nämlich sein „Sanctus“ zu finden. „Mir ist unerklärlich, wie es zu meiner Unterschrift kam“, gab der Alt-Bürgermeister vor der Polizei zu Protokoll und bezichtigte seinen ehemaligen Amtsleiter, die Signatur womöglich gefälscht zu haben.
Clinch in der Gemeindestube
Brisant: Das Dokument betraf nach einem Erbe genau diesen Gemeindebediensteten, der mit dem früheren Dorfchef seit Jahren im Clinch steht. Am Ende musste der 57-Jährige eingestehen, dass er den Schrieb wohl ohne zu lesen und zu kontrollieren, selbst unterschrieben hatte.
Freispruch im Zweifel
Vom Vorwurf der Verleumdung und der Falschaussage wurde der Ex-Bürgermeister nun im Zweifel aber freigesprochen.
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