Nach den drei Auftakt-Remis hatte Austria-Coach Georg Zellhofer angekündigt, in Ried klar auf Sieg spielen zu wollen. Und seine Kicker ließen den Worten Taten folgen, vor allem dank einer überragenden hängenden Spitze Acimovic sowie Sturmtank Kuljic, der zuletzt beim 2:2 gegen Salzburg aus zwei Chancen zwei Tore gemacht hatte.
Nach einer Flanke des Slowenen setzte der ehemalige Ried-Goalgetter Kuljic ungedeckt einen Kopfball aus kurzer Distanz an die Außenstange (14.). Wenig später scheiterte Acimovic mit einem spektakulären Schuss am glänzenden Berger (17.), nach einem Doppelpass mit Kuljic legte sich Acimovic dann den Ball zu weit vor (29.). Sulimani, ebenfalls ein Ex-Rieder, schoss allein stehend aus elf Metern drüber (42.).
Ried wachte erst nach einer halben Stunde etwas auf, Damjanovic setzte den Ball knapp neben die rechte Stange (30.) und prüfte Safar mit einem zu leichten Schuss (36.).
Massenhaft Chancen auch in der zweiten Halbzeit
Das Festival der vergebenen Austria-Chancen setzte sich unmittelbar nach der Pause fort, nach Vorlage von Kuljic und Acimovic schoss Sulimani aus 14 Metern zu zentral und Berger parierte (47.). Und Berger parierte auch abermals gegen Kuljic (57.). Die kalte Dusche für die Gäste hätte es dann beinahe in der 64. Minute gegeben, nach Toth-Lochpass scheiterte Djokic alleine vor Safar, der Austria-Goalie parierte aber auch den Erbek-Nachschuss. Safar war auch bei einem Drechsel-Freistoß zur Stelle (72.).
Kuljic bricht den Bann
Der Bann aus Austria-Sicht war dann in der 81. Minute gebrochen. Kuljic scheiterte zunächst aus spitzem Winkel einmal mehr an Berger, doch den darauf folgenden Lasnik-Corner versenkte der Goalgetter per Kopf zur überfälligen Führung. Ried konnte auch nach dem Rückstand nicht mehr entscheidend zusetzen und verpatzte somit die Generalprobe für das UI-Cup-Rückspiel am Donnerstag auswärts gegen Neftschi Baku.
Während bei Ried U20-Teamspieler Hackmair noch seinen Sonderurlaub genießt, standen die Austrianer Okotie und Madl nur drei Tage nach der Rückkehr von der WM in Kanada bereits im Kader. Das Duo blieb jedoch trotz der Frank-Stronach-Forderung, dass beide ab sofort zumindest 45 Minuten spielen müssten, auf der Bank.
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