Bei der Durchsuchung von Stepney's Wohnung und Arbeitsplatz soll belastendes Material gefunden worden sein. Stepneys Anwältin wies diese Anschuldigungen zurück. Sie habe Beweise für seine Unschuld und kündigte eine Schadenersatzklage gegen Ferrari an.
Auch das englische Team McLaren suspendierte am Dienstag einen technischen Mitarbeiter. Er soll Informationen von Ferrari erhalten haben. Der Name des betreffenden Team-Mitglieds wurde vorerst nicht bekanntgegeben.
Ferrari bestätigte, dass gegen Nigel Stepney und einen Ingenieur von McLaren-Mercedes bei einem Gericht in Modena wegen des Diebstahls von technischer Information Anzeige erstattet wurde. Außerdem erstattete Ferrari gegen den McLaren-Angestellten auch in England Anzeige. Erst im Zuge der Hausdurchsuchung bei Stepney sei man auf die Involvierung des McLaren-Mitarbeiters in diese Spionage-Affäre aufmerksam geworden, erklärte ein Ferrari-Sprecher.
FIA will Ermittlungsverfahren einleiten
Schließlich wurde auch beim McLaren-Ingenieur eine Hausdurchsuchung durchgeführt. Diese brachte eine Verbindung zum Fall Stepney. Der britische Rennstall bestritt jede Involvierung in die Spionage-Affäre und verurteilte das Verhalten seines Mitarbeiters. McLaren kündigte volle Kooperation bei den kommenden Untersuchungen an. So will etwa der Internationale Automobil-Verband (FIA) ein Ermittlungsverfahren in dieser Causa einleiten.
In der Formel 1 fiebert man dem Grand Prix von Großbritannien am kommenden Sonntag förmlich entgegen. Mit David Coulthard (Red Bull Racing), Jenson Button (Honda), Anthony Davidson (Super Aguri) und Lewis Hamilton (McLaren) sind gleich vier Lokalmatadore beim 9. WM-Saisonlauf dabei, vor allem aber wegen WM-Leader Hamilton wird ein randvolles Haus erwartet.
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