Konkret geht es darum, dass bei der Auszahlung der Ergebnisleistung einer von Sturm für Vastic abgeschlossenen Lebensversicherung in der Höhe von 623.531 Euro von beiden Seiten Einkommenssteuer hätte entrichtet werden müssen. Die Versicherung beruft sich in der Meldung auf Medienberichte über angebliche Geständnisse von Ex-Sturm-Boss Hannes Kartnig. Der Versicherer mutmaßt, dass bei dieser angeblichen Abgabenhinterziehung möglicherweise ein Vortatbestand der Geldwäsche vorliegt.
Vier Tage später meldete die Versicherung ebenfalls im Zusammenhang mit der Ausbezahlung von Lebensversicherungen vier weitere Ex-Sturm-Kicker, darunter auch Markus Schopp, und einen früheren Trainer der Grazer. Der Anwalt von Vastic und Schopp bestritt alle Vorwürfe: "Es wurden von beiden Spielern die Steuern brav bezahlt. Die Versicherung ist schlecht informiert."
Die Meldung an das Bundeskriminalamt sei eine reine Routinehandlung gewesen sei. "Wir sind aufsichtsrechtlich zur Meldung verpflichtet und verwehren uns strikt dagegen, dies als Anzeige unsererseits ausgelegt zu wissen", betonte der Versicherungs-Vorstand.
"Diese Meldung ist keine Anzeige unsererseits gegen ehemalige Spieler des SK Sturm. Im Zuge einer Insolvenz und den Geständnissen des SK-Präsidenten Hannes Kartnig ist die Überprüfung und Meldung von abgeschlossenen Versicherungsverträgen schlichtweg verpflichtend notwendig geworden", wird der Vorstand zitiert.
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