13.06.2007 11:47 |

Protest gegen FIFA

Boliviens Präsident kickt in 6.000 m Seehöhe

Aus Protest gegen das FIFA-Verbot von offiziellen Fußballspielen über 2.500 Metern Seehöhe hat der bolivianische Präsident Evo Morales an einem Spiel in 6.000 Metern Höhe teilgenommen. Das einzige Tor auf einem völlig verschneiten Spielfeld auf dem höchsten Berg des südamerikanischen Landes, dem Sajama (Gipfel: 6.542 m), habe der Staatschef selbst erzielt, berichtete die Nachrichtenagentur ABI.

Bei den anderen Spielern, die wie Morales per Hubschrauber eingeflogen wurden, habe es sich überwiegend um Alpinisten gehandelt. Der Präsidentensprecher Alex Contreras meinte, dass mit diesem Spiel bewiesen sei, dass Sport auch auf 6.000 Metern Höhe möglich wäre.

Als Werbung für die EURO 2008 in Österreich und der Schweiz hatten in der Vorwoche aktuelle und ehemalige Fußball-Größen auf dem 3.454 hoch gelegenen Jungfraujoch in der Schweiz genau ein Jahr vor Turnierbeginn eine ungewöhnliche Exhibition bestritten. Die 2 x 5 Minuten lange Begegnung hatte mit 5:5 geendet.

Bilder von dem Spiel in luftiger Höhe findest du in der Infobox!

Das Ende Mai vom Weltverband FIFA ausgesprochene Verbot von Fußball in der Höhe hatte vor allem in Südamerika für einen Sturm der Entrüstung gesorgt. FIFA-Präsident Joseph Blatter hatte für die Entscheidung medizinische Gründe genannt.

In Bolivien sind damit keine Spiele mehr in den Städten Cochabamba (2.570 Meter über dem Meeresspiegel), Sucre (2.860 m), La Paz (3.665 m), Oruro (3.966 m) und Potosi (4.040 m) möglich. In Peru sind unter anderem Cusco (3.416 m), in Kolumbien die Hauptstadt Bogota (2.640 m) und in Ecuador die Hauptstadt Quito (2.850 m) betroffen.

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