Zwist mit "Trap"

Matthäus nicht mehr Co-Trainer bei Salzburg

Fußball
13.06.2007 14:44
Paukenschlag in der Bundesliga: Nach nur einem Jahr hat sich der neue Fußball-Meister Red Bull Salzburg am Dienstag überraschend von seinem Co-Trainer Lothar Matthäus getrennt. In einer eilig einberufenen Pressekonferenz hieß es, "unterschiedliche Auffassungen" hätten eine positive Zusammenarbeit mit dem 46 Jahre alten deutschen Rekordnationalspieler auf Dauer unmöglich gemacht.

Matthäus hatte als Assistent von Chefcoach Giovanni Trapattoni die Salzburger binnen eines Jahres zum Meistertitel geführt. Nach Angaben des Vereins wird sein Posten zunächst nicht wieder besetzt.

Der frühere Profi von Bayern München hatte mit dem italienischen Startrainer Trapattoni den Mateschitz-Verein im Mai 2006 als Nachfolger von Kurt Jara übernommen. Hintergrund für die Trennung sollen "vereinsschädigende Äußerungen" des ehemaligen Weltfußballers gewesen sein. Der Co-Trainer sei in grundlegenden Fragen mit "Maestro" Trapattoni nicht einer Meinung gewesen.

Wechselt Matthäus nach Tschechien?
Nach Informationen der deutschen Nachrichtenagentur dpa soll Matthäus bereits Ende April Gespräche mit dem tschechischen Verband über eine Nachfolge von Nationaltrainer Karel Brückner geführt haben. Brückner steht nach der bisher eher mäßigen EM-Qualifikation unter Druck.

Salzburg-Sportdirektor Kreuzer will Ruhe
Bereits am Dienstagmorgen hatte Trapattoni ein erstes Training des Red Bull-Teams ohne seinen Assistenten geleitet. Salzburgs Sportdirektor Oliver Kreuzer meinte zu dem Schritt, in der Saisonvorbereitung seien "Ruhe und Geschlossenheit" wichtig und dieser Schritt daher notwendig gewesen.

Keine Stellungnahme von Loddar
Matthäus war zunächst für eine Stellungnahme nicht zu erreichen. Ein Red-Bull-Sprecher sagte: "Die Harmonie zwischen Trapattoni und Matthäus in Hinblick auf die Fußballphilosophie und grundsätzliche Auffassungen war gestört. Das war Stress-Potenzial." Der Vertrag von Matthäus wäre offiziell erst mit dem Ende der nächsten Saison abgelaufen

Giovanni Trapattoni hatte in den vergangenen Monaten keinen Zweifel daran gelassen, wer in dem von den Medien auch "Trapatthäus" genannten Trainertandem das Kommando angab. Ein solches Team sei wie eine Ehe, wurde der italienische Starcoach zitiert, in der er die Rolle des Mannes eingenommen habe.

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