Theater geht weiter

Sturm fordert von Bundesliga Punkte zurück

Fußball
12.04.2007 14:04
Der insolvente Bundesligist GAK hat am Mittwoch erklärt, den Abzug von insgesamt 28 Punkten zu akzeptieren, um in der Red Zac Erste Liga einen Neustart zu versuchen. Der Stadtrivale Sturm Graz, der so wie der GAK zehn Punkte als Folge der Insolvenzen annulliert bekommen hatte, hält seinen Antrag beim Protestkomitee der Bundesliga dagegen aufrecht.

Dem SK Sturm, der am 25. Jänner seinen Zwangsausgleich durchgebracht hat, waren am 26. März vom Senat 5 der Bundesliga zehn Punkte abgezogen worden. Die Grazer legten allerdings Protest ein, der am Montag in zweiter Instanz behandelt wird. Klub-Präsident Hans Rinner gab sich am Donnerstag zuversichtlich, dass Sturm die Punkte wieder bekommt.

Sturm-Präsident erwartet, dass Verein Punkte zurück erhält
"Die Entscheidung basiert nicht wirklich auf einer guten Rechtsgrundlage. Ich gehe daher davon aus, dass wir die 10 Punkte zurück erhalten. Ich glaube, wir haben sehr, sehr gute Chancen. Sonst müsste ich mir ernsthaft überlegen, wie ich mit der Bundesliga weiter umgehe", erklärte Rinner. Dass die Punkte nach dem angekündigten Verzicht des GAK auf die 28 Punkte und den Verbleib in der T-Mobile Bundesliga im Kampf um den Klassenerhalt ohnehin an Bedeutung verloren haben, ändert daran nichts. "Auch wenn es keine wirklichen Auswirkungen mehr hat, kann es nicht sein, dass Willkürakte vorgenommen werden", so Rinner.

Rinner von GAK-Entscheidung nicht überrascht
Die neue Situation nach der GAK-Entscheidung vom Mittwoch kommt für den Sturm-Präsidenten nicht überraschend. "Ich habe mir das so ähnlich vorgestellt. Das ist die einzig vernünftige Lösung für den GAK. Die Einstweilige Verfügung (Anm.: gegen den Punkteabzug) war ein Pyrrhus-Sieg, der dem GAK geschadet hat. Es wäre vernünftiger gewesen, man hätte statutenkonform beim Protestkomitee beeinsprucht", meinte Rinner.

Dass die Meisterschaft nach dem voraussichtlichen Rückzug des GAK und der überlegenen Tabellenführung von Red Bull Salzburg nun ohne Abstiegskampf und ohne Titelkampf in die Endphase geht, will man mit guten Leistungen kontern. "Alles, was im österreichischen Fußball passiert ist, war schlecht. Alles, was rund um den GAK passiert ist, war doppelt schlecht. Ich hoffe, dass jetzt Vernunft einkehrt, wir müssen mit Leistungen überzeugen. Auch wenn bekannt ist, dass es nicht mehr besonders spannend ist. Aber die Abstiegsfrage war zu dieser Zeit schon oft entschieden", sagte Rinner.

Dass sich für seinen Klub mit den zehn Punkten wieder eine Perspektive Richtung Europacup auftun würde, sieht der Vereinsboss gelassen: "Wenn's passiert, passiert's. Der UEFA-Cup ist nicht unser Ziel. Unser Ziel ist, von Spiel zu Spiel bestmögliche Leistungen zu bringen."

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