14.03.2007 15:21 |

Ganz bittere Pille

FIFA-Anordnung: Sechs Punkte Abzug für den GAK

Der GAK kommt nicht zur Ruhe und taumelt von einer Krise in die nächste. Acht Tage, nachdem bekannt wurde, dass der Gesamtschuldenstand des Grazer Traditionsklubs 15,5 Millionen Euro beträgt, holte den GAK in einer anderen Causa die Vergangenheit ein. Die FIFA ordnete einen Abzug von sechs Punkten mit sofortiger Wirkung an, der am Mittwoch vom Senat 1 der österreichischen Bundesliga umgesetzt wurde.

Hintergrund sind Forderungen des ehemaligen GAK-Spielers Daniel Kimoni. GAK-Präsident Stephan Sticher besprach die neue Situation am Mittwochnachmittag mit Rechtsberatern und Masseverwalter Norbert Scherbaum, eine Stellungnahme ist angekündigt.

GAK jetzt Tabellenletzter
Der GAK, der im Vormonat einen Antrag auf Zwangskonkurs eingebracht hat, aber weiter hofft, die Lizenz für die kommende Saison zu erhalten, rutschte damit auf den letzten Platz der T-Mobile Bundesliga zurück. Die Grazer Athletiker halten somit bei 21 Punkten und liegen 5 Zähler hinter dem Lokalrivalen und bisherigen Schlusslicht Sturm Graz. Das Derby der beiden finanzmaroden Vereine am Sonntag (15:30 Uhr) steht damit unter einem neuen Aspekt.

Der Belgier Kimoni, der in der Saison 2001/02 drei Bundesliga- Spiele und ein UEFA-Cup-Spiel für den GAK absolviert hat, hatte den Klub wegen offener Forderungen bei der FIFA geklagt. Laut "Kleine Zeitung" vom 17. November 2006 hat es sich um 460.000 Euro gehandelt. "Der GAK hat dem rechtskräftigen Urteil von 20. Oktober 2005 sowie mehrfach erfolgter weiterer Zahlungsaufforderungen und Fristen der FIFA nicht Folge geleistet", hieß es in einer Presseaussendung der Bundesliga. Der Fall durchwanderte alle Instanzen der FIFA und wurde auch vom Internationalen Sport-Gerichtshof (CAS) in Lausanne behandelt, der das FIFA-Urteil bestätigte.

Nun ordnete die FIFA-Disziplinarkommission den Punkteabzug an, der vom Senat 1 der Bundesliga umgesetzt wurde. "Als Mitglied des Fußball-Weltverbandes sind wir auf Grund der Satzungen verpflichtet, deren Entscheidungen umzusetzen. Inhalt und Hintergrund dieser Entscheidung liegen jedoch im Verantwortungsbereich der FIFA", erklärte Bundesliga-Vorstand Georg Pangl.

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