13.03.2007 22:46 |

Hoyzer hat's eilig

Skandal-Schiri Hoyzer will ins Gefängnis

Ex-Schiedsrichter Robert Hoyzer möchte nicht mehr länger auf seine Haftstrafe warten. Der Berliner, der im November 2005 im Fußball-Wettskandal wegen Spielmanipulationen zu zwei Jahren und fünf Monaten Gefängnis verurteilt worden war, sagte in der neuesten Ausgabe des Magazins "Vanity Fair": "Mir hilft es nicht, wenn bis zum Haftantritt noch weitere Monate vergehen. Es ist mein größter Wunsch, einen Schlussstrich zu ziehen."

Hoyzer gab sich zum wiederholten Mal reumütig. Er wisse, dass er die Strafe verdient habe und entschuldigte sich für die Manipulationen: "Ich war geblendet von dem ganzen Geld, habe mit Euros um mich geschmissen und mich wie der König der Welt gefühlt." Spätestens während der WM habe er kapiert, was er dem Sport angetan hat. Der 27-Jährige, der zuletzt in Österreich lebte, möchte nach seiner Zeit im Gefängnis von vorn beginnen: "Ich verlange nicht, dass die Leute vergessen, was ich getan habe, doch ich wünsche mir eine zweite Chance."

Der Fußball-Wettskandal wird kommenden Dienstag nochmals das Berliner Landesgericht beschäftigen, wo eine Zivilklage der Deutschen Klassenlotterie verhandelt wird. Sie verlangt von Drahtzieher Ante Sapina, seinen Brüdern und Hoyzer Schadenersatz für die zu Unrecht ausgezahlten Wettgewinne des staatlichen Anbieters Oddset.

Ante Sapina wurde im November 2005 zu einer Gefängnisstrafe von zwei Jahren und fünf Monaten verurteilt. Für seine Brüder sowie Ex- Schiedsrichter Dominik Marks und den früheren Fußball-Profi Steffen Karl blieb es bei Strafen auf Bewährung. Der Bundesgerichtshof in Leipzig hatte am 15. Dezember 2006 die Urteile der Berliner Landgerichts bestätigt.

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