09.01.2007 16:06 |

Düstere Aussichten

GAK und Sturm in argen finanziellen Turbulenzen

Im Grazer Fußball sieht es derzeit düster aus. Bei Sturm Graz haben sich die Forderungen der Gläubiger mittlerweile auf 19,1 Millionen Euro erhöht, die Zukunft des Traditionsklubs entscheidet sich am 25. Jänner bei der Zwangsausgleichssatzung. Beim GAK haben die Spieler am Montag beim Trainingsauftakt Alarm geschlagen und drohen wegen ausständiger Gehälter mit Streik. Die Spieler fordern bis nächsten Dienstag die ausstehenden zwei Gehälter, sonst soll gestreikt werden. Außerdem wurde der langjährige Kapitän Joachim Standfest am Montag an die Austria abgegeben.

GAK-Präsident Sticher gab aktuelle Zahlungsschwierigkeiten zu, bat aber um Verständnis und Zeit. Der GAK habe "80 Prozent der Sanierungsmaßnahmen erreicht, 20 Prozent" sind noch offen. In zwei Wochen könne man vielleicht mehr sagen. Enttäuscht zeigte sich der Klub-Präsident von der Mannschaft.

Sturm kämpft schon länger und mit größeren Schwierigkeiten um die Existenz. Am 18. Jänner wird der neue Vorstand bei einer außerordentlichen Generalversammlung offiziell gewählt, die nächsten Tage werden für das Team um Präsident Fedl spannend. Denn am 25. Jänner findet die Zwangsausgleichssatzung statt, bei der es um das Überleben von Sturm geht.

Nach Angaben von Vorstandsmitglied Rinner haben sich die Forderungen der Gläubiger auf 19,1 Mio. erhöht. Von Seiten der zuständigen Anwaltskanzlei war aber am Dienstag zu erfahren, dass die Summe weiterhin rund 16 Mio. Euro betrage.

Sportlich steht dem einstigen Champions League-Teilnehmer ebenfalls eine harte Zeit bevor. Die Grazer sind mit nur einem Punkt Vorsprung auf die Austria Tabellen-Vorletzter. Zudem muss Sturm-Trainer Franco Foda nach den Abgängen von Ernst Dospel (Pasching) und Ronald Gercaliu (Austria) die halbe Abwehr ersetzen.

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