Nach WM-Quali-Aus

ÖFB-Team: Jetzt wird es eine Schlammschlacht!

Sport
11.10.2017 08:46
Porträt von krone Sport
Von krone Sport

Teamkapitän Julian Baumgartlinger sagt zu den Aussagen von Niederösterreichs Landespräsident Johann Gartner: "Das ist Verleumdung!" Aber Gartner hat nur den ehemaligen Sportdirektor Willi Ruttensteiner zitiert.

Die WM-Qualifikation ist Geschichte. Teamchef Marcel Koller ist Geschichte. Und ÖFB-Sportdirektor Willi Ruttensteiner auch. Dennoch hält das Thema die Fans in Atem. Denn Teamkapitän Julian Baumgartlinger legte in Chisinau nach dem 1:0-Sieg gegen Moldawien noch eine Schippe drauf - angesprochen auf die Aussagen von Niederösterreichs Landespräsident Johann Gartner in der Montag-"Krone" (er hatte davon gesprochen, dass es im Team Gruppenbildungen gibt und David Alaba nicht jene Position spielen wollte, die ihm Koller zugeteilt hatte), antwortete Baumgartlinger: "Das sind Anschuldigungen, die an mir oder der ganzen Mannschaft vorbeigegangen sein müssen. Das ist Verleumdung und nicht zu akzeptieren."

Der Haken: Laut Gartner hat er nur Inhalte aus der Analyse, die Ruttensteiner letzten Samstag dem ÖFB-Präsidium präsentiert hatte, wiedergegeben.

Die Schlussfolgerung: Sind es, wie der Teamkapitän behauptet, wirklich Verleumdungen, muss die Sportchef-Analyse ein Lügen-Report gewesen sein.

Baumgartlinger dazu: "Ich weiß gar nicht, ob Gartners Aussagen Teil der Ruttensteiner-Analyse waren. So ein Interview bringt nur komplette Unruhe rein, kann Probleme schaffen."
Probleme, die der ÖFB lösen könnte - indem man den Report veröffentlicht. Will man nicht, man beruft sich auf das Sitzungsgeheimnis. Die Öffentlichkeit darf weiter im Dunkeln tappen, rätseln, was Ruttensteiner gesagt hat. Oder nicht.

Peter Klöbl, Kronen Zeitung

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