Fr, 17. August 2018

Ein Jahr vereinslos

12.07.2017 12:36

György Garics beendet seine Profikarriere

Seit seiner Vertragsauflösung beim SV Darmstadt 98 im August 2016 war György Garics vereinlos. Der ehemalige Rapid-Spieler hat nun seine Karriere beendet.

György Garics beendet seine Karriere als Profi-Fußballer. In Zukunft wird der 33-Jährige für den italienischen Amateurverein Imolese Calcio 1919 tätig sein. Der gebürtige Ungar war 1998 nach Wien übersiedelt, wo er bis 2006 beim SK Rapid unter Vertrag stand. Danach führte ihn sein Weg nach Italien zum SSC Napoli, Atalanta Bergamo und zum FC Bologna. Zuletzt spielte Garics für den SV Darmstadt 98.

Neues Leben
"Ich blicke voller Vorfreude auf das, was die Zukunft bringt, denn ab jetzt fängt ein neues, gänzlich anderes Leben für mich an. Ein Leben voller neuer Ziele, Kontakte und Emotionen, das ganz anders sein wird, als jenes, das ich bisher kannte", betonte Garics in einem Brief, in dem er zu seinem Karriereende Stellung nahm. In den kommenden Jahren wolle er Imolese noch auf den Rasen unterstützen, im Anschluss daran den Weg des aktuell in der Serie D spielenden Klubs als Funktionär mitgestalten.

Nach Erhalt der österreichischen Staatsbürgerschaft im Jahr 2003 hatte U21-Teamchef Willi Ruttensteiner den rechten Verteidiger ins österreichische U21-Nationalteam einberufen, das er später auch als Kapitän anführte. Sein Debüt im ÖFB-Nationalteam gab Garics unter Teamchef Josef Hickersberger am 6. Oktober 2006 im freundschaftlichen Länderspiel gegen Liechtenstein, wobei er eines seiner zwei Länderspiel-Tore erzielte. Garics kam in insgesamt 41 Länderspielen zum Einsatz und gehörte dem ÖFB-Kader der Heim-EM 2008 und der EM im Vorjahr in Frankreich an.

"Tolle Karriere im ÖFB-Team"
"Gyuri hat mit 41 Länderspielen und zwei Teilnahmen an den EM-Endrunden 2008 und 2016 eine tolle Karriere im ÖFB-Nationalteam gemacht. Auf dem Platz hat er sich immer beherzt in den Dienst der Mannschaft gestellt und konnte andere mit seiner Zielstrebigkeit mitreißen. Dabei hat ihn seine geradlinige wie offene Art besonders ausgezeichnet", wurde Österreichs Teamchef Marcel Koller in einer ÖFB-Aussendung am Mittwoch zitiert.

Auch ÖFB-Sportdirektor Willi Ruttensteiner schätzt den Ex-Internationalen "als Sportler wie als Mensch sehr. Er war ein absolut vorbildlicher Nationalspieler, der immer alles gegeben hat. Neben seinem Ehrgeiz zeichnete ihn stets seine selbstbewusste und reflektierte Persönlichkeit aus", betonte der 54-jährige Oberösterreicher.

krone Sport
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