Do, 19. Juli 2018

"Gut vorstellbar"

07.07.2017 17:24

Berlin: Flughafen Tegel könnte doch offen bleiben

Für einen Weiterbetrieb des Berliner Flughafens Tegel spricht sich nun auch der deutsche Verkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) aus. "Eine Hauptstadt mit zwei Flughäfen ist gut vorstellbar", teilte Dobrindt am Freitag mit und rückte damit überraschend vom Schließungsbeschluss ab.

Der deutsche Bund, Berlin und Brandenburg hatten eigentlich vereinbart, dass der neue Hauptstadtflughafen BER in Schönefeld der einzige Flughafen für die Region wird und Tegel nach dessen Eröffnung schließt. Nach fünf geplatzten Eröffnungsterminen für den neuen deutschen Hauptstadtflughafen berät der Aufsichtsrat über die Lage auf der Baustelle.

"Man kann über Offenhaltung nachdenken"
"Die Kapazitäten des BER werden mittelfristig für Berlin wohl nicht ausreichend sein", erläuterte Dobrindt. "Auch deshalb kann man über die Offenhaltung des Flughafens Tegel nachdenken." Aufgabe der Flughafengesellschaft sei es, eine Prüfung in Auftrag zu geben, "wie die notwendigen rechtlichen und betrieblichen Rahmenbedingungen dafür geschaffen werden können".

Die Schließung der Altflughäfen Tegel und Tempelhof war Planungsgrundlage für den neuen Flughafen an der Stadtgrenze in Brandenburg. Tempelhof ist schon geschlossen und nun ein Park. Auf dem Tegeler Gelände plant der rot-rot-grüne Berliner Senat einen Forschungs- und Industriepark sowie Wohnungen.

Eröffnungstermin nicht festgelegt
Der BER sollte eigentlich schon 2011 in Betrieb gehen. Der Start verzögert sich aber wegen Planungsfehlern, Baumängeln und Technikproblemen. Flughafenchef Engelbert Lütke Daldrup wollte eigentlich "im Sommer" einen neuen Eröffnungstermin nennen. Nun spricht er nur noch davon, sich "baldmöglichst" festzulegen. Die Terminspekulationen in Medien reichen bis 2020. Noch ist es dem Flughafen nicht gelungen, die Firmen auf einen verbindlichen Terminplan zu verpflichten.

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