Kartnigs Rechstanwälte wiesen die Vorwürfe unter Berufung auf einen seit 9. Oktober vorliegenden Zwischenbericht der Finanzstrafbehörde Graz über die Jahre 1998 bis 2001 veröffentlichten Vorwürfe am Donnerstag entschieden zurück. Kartnig habe weder "finanzielle Transaktionen" verschleiert noch unzulässige "Transaktionen" vorgenommen", teilten die Anwälte mit.
Der behördliche Ermittlungsleiter Dietmar Schwarzl meint, die Erhebungen würden sich schwierig gestalten, da es zu einer "enormen Vermischung der Tätigkeiten und Vorgänge innerhalb der Firma Perspektiven und des SK Sturm Graz gekommen ist". Vorgeworfen wird Kartnig demnach, dass finanzielle Transaktionen verschleiert worden sein sollen.
Spielschulden in Sturm-Buchhaltung versickert?
Auch Aufwendungen Kartnigs als Privatperson seien davon erfasst - Beträge, die er verwendet habe, um private Spielschulden im Casino zu begleichen, seien als Akontozahlung an den SK Sturm in die Buchhaltung der Perspektiven aufgenommen worden, hieß es im Bericht. Insgesamt sollen rund 7,2 Millionen Schilling (523.244 Euro) von Kartnig von 1999 bis 2003 als Zahlungen an den SK Sturm verbucht, tatsächlich jedoch "für die Begleichung von Spielschulden im Casino" verwendet worden sein.
Spieler sollen zusätzlich zu ihren Gehältern Zahlungen bar auf die Hand bekommen haben, laut Bericht soll sich die derzeitige Höhe der hinterzogenen Abgaben auf rund 2,5 Mio. Euro belaufen.
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