30.04.2017 08:43 |

Eigene Bilanz

Trump feiert "sehr produktive" erste 100 Tage

Während Politologen und Medien es anders wahrgenommen haben, waren die ersten 100 Tage im Weißen Haus für US-Präsident Donald Trump selbst "sehr produktiv". Bei einem Auftritt in Harrisburg im Bundesstaat Pennsylvania feierte der Milliardär am Samstag vor seinen Anhängern die "sehr aufregenden" Wochen seit seinem Amtsantritt.

Seine fast einstündige Rede startete Trump allerdings mit einem mehrminütigen Angriff auf die Medien: "Medienunternehmen wie CNN und MSNBC sind Fake News!" Er warf den Journalisten vor, die Bilanz über seine ersten Wochen im Amt absichtlich zu verzerren und nur schlecht über ihn zu berichten.

Trump bricht mit Tradition und nimmt nicht an Galadinner teil
Zugleich spottete Trump über das zur gleichen Zeit stattfindende Galadinner der Journalisten, die über das Weiße Haus berichten. "In einem Hotel-Ballsaal in unserer Hauptstadt hat sich gerade eine große Gruppe von Hollywood-Schauspielern und Washingtoner Medien versammelt, um sich zu trösten", sagte er. Er sei froh, dass er weit weg vom "Washingtoner Sumpf" sei und nicht an dem "sehr langweiligen" Dinner der Korrespondenten des Weißen Hauses teilnehmen müsse. Trump ist der erste Präsident seit 36 Jahren, der dieser traditionellen Veranstaltung fernblieb. Die bisherigen Präsidenten hatten dort Reden gehalten, in denen sie sich selbst auf den Arm nahmen.

Entscheidung über Pariser Klimaschutzabkommen angekündigt
Der US-Präsident bekräftigte zudem, dass er binnen zwei Wochen eine Entscheidung über das Pariser Klimaschutzabkommen fällen werde. Die Vereinbarung sei "einseitig", erklärte er. Die USA müssten Milliarden US-Dollar zahlen, während andere Länder wie China, Russland und Indien "nichts" zahlten. Trump hatte bereits im März ein Dekret unterzeichnet, mit dem zentrale Bestimmungen zum Klimaschutz aufgeweicht, abgebaut oder abgeschafft werden. Er hatte in der Vergangenheit den von Menschen verursachten Klimawandel angezweifelt und mit dem Ausstieg aus dem Abkommen gedroht, auf das sich Ende 2015 in Paris 195 Staaten geeinigt hatten.

"Große Schlachten stehen noch bevor"
"Große, große Schlachten" stünden noch bevor und würden alle gewonnen, versprach der Republikaner in seiner Rede in Harrisburg, die an einen Wahlkampfauftritt vom vergangenen Jahr erinnerte. Im Pennsylvania hatte Trump im November besonders deutlich gewonnen.

Wichtige Vorhaben vorerst gescheitert
In einer am Samstag ausgestrahlten Ansprache sagte Trump, er habe in nur 14 Wochen einen "fundamentalen Wandel" nach Washington gebracht. Trumps Bilanz ist allerdings keineswegs gut. Wichtige Vorhaben des Republikaners - die Abschaffung der Gesundheitsversorgung Obamacare und ein Einreiseverbot - scheiterten bisher. Auch die Finanzierung der Mauer an der Grenze zu Mexiko, seinem Prestigeobjekt, ist unklar.

 krone.at
krone.at

Kommentare

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Aktuelle Schlagzeilen
Kandidatur „schwierig“
Hofer: Ohne Freispruch kein Strache-Comeback
Politik
Große Ambitionen
Coutinho: Ziel ist der Gewinn der Champions League
Fußball International
Heiß begehrt
FIFA-Rekord: Zehn Bewerber für Frauen-WM 2023
Fußball International

Newsletter