24.02.2017 15:28 |

Hinweise aus den USA

296 Pädophile in nur einem Jahr überführt

Eine Zahl, die erschüttert: Rund 300 verdächtige Pädophile wurden im Vorjahr in Österreich aufgrund von Hinweisen aus den USA aus dem Verkehr gezogen. Allesamt Sextäter, die Bilder bzw. Videos von missbrauchten Minderjährigen im Internet hochgeladen, verbreitet oder die Opfer gar selbst missbraucht haben.

Der stets freundliche Familienvater von nebenan, der seriöse Uni-Professor, der vertrauenswürdige Nachhilfelehrer - es sind meist die, von denen es niemand erwarten würde. Allein im vergangenen Jahr wurden fast 300 Pädophile von Österreichs Ermittlern aus dem Verkehr gezogen.

Und das dank der US-Organisation NCMEC ("National Center for Missing & Exploited Children"), die sich ausschließlich um vermisste und missbrauchte Kinder kümmert, die in der weiten Welt des Internet auftauchen. Facebook und Co. melden bei dieser Stelle auffällige einschlägige Fotos bzw. Videos - was umgehend an die zuständigen Landesbehörden weitergegeben wird.

Steiermark führt Negativ-Ranking an
"Bei uns angekommen, werden die übermittelten verdächtigen Daten von unseren Experten überprüft", so Harald Gremel vom Bundeskriminalamt. Erschreckend: Allein 2016 führten die Hinweise aus den USA zu insgesamt 296 Verdächtigen in Österreich. 2015 waren es noch 189 gewesen. Heißt: Fast ein Zugriff pro Tag.

Angeführt wird das Negativ-Ranking von der Steiermark (64 mutmaßliche Sextäter), gefolgt von Wien und Niederösterreich. Das einzig Positive bei all dem Kinderleid: Insgesamt elf Opfer konnten so in Österreich ausgeforscht und teils aus ihrem Martyrium befreit werden.

Familienvater überführt
Unter anderem ging in Oberösterreich ein 54-jähriger Familienvater ins Netz, der anhand der sichergestellten Beweise überführt wurde, seine eigene Tochter vom dritten bis zum neunten Lebensjahr schwer sexuell missbraucht zu haben. Fotos und Videos von den Straftaten stellte der Verdächtige ins Internet.

Klaus Loibnegger, Kronen Zeitung

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