Mo, 20. August 2018

Görtschitztal

27.12.2016 17:01

AdvoFin weitet HCB-Klagen aus

Das juristische Nachspiel des HCB-Umweltskandals wird zum Millionenpoker. Unterstützt vom Prozessfinanzierer "AdvoFin" bringen Juristen im Jänner die vierte Klage im Umweltkrimi ein. Jetzt werden potenziell Geschädigte sogar mit Postwürfen und Infoveranstaltungen über die Möglichkeit einer Klage aufgeklärt.

Mit einer dritten Klage gehen Juristen weiter gegen die mutmaßlichen Verursacher der Schadstoff-Belastung im Görtschitztal vor. Finanziert von der Gesellschaft "AdvoFin", die unter anderem Sammelklage-Aktionen gegen Lyoness oder AvW gestartet hatte. Vorstand Franz Kallinger: "Nach Klagen aufgrund der Problematik in den Wäldern, geht es jetzt um private Hausbesitzer; um psychische Schäden und Wertverluste." Die Summe lautet auf 250.000 Euro, elf Personen klagen an. Im Jänner soll bereits die nächste Klage folgen. Umweltanwalt Wolfgang List: "Damit sollen die Schäden in der Landwirtschaft geltend gemacht werden." Derzeit werde an der Vorbereitung und an Gutachten gearbeitet, heißt es. Wie es bei AdvoFin heißt, würde ein Millionenbetrag in die Vorarbeiten wie Gutachten und Co. investiert.

Um weitere Leidtragende anzusprechen und aufzuklären, gibt es kommende Woche eine Informationsveranstaltung. Sogar eine Postwurfsendung wurde initiiert.

Unumstritten ist das "offensive juristische Vorgehen" im Tal nicht. Einige pochen darauf, dass nach dem Skandal langsam wieder Ruhe einkehren muss.

Thomas Leitner, Kärntner Krone

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