Do, 18. Oktober 2018

Monitoring-Projekt

31.10.2016 20:11

Sechs Bären werden im Gailtal vermutet

Während WWF & Co. über die alles andere als heimliche Rückkehr des Großraubwildes jubeln, sehen es die Betroffenen in Kärntens Bärengebieten völlig anders: Bis zu sechs Bären werden etwa alleine in den Karnischen Alpen im Unteren Gailtal vermutet! Ein eigenes Monitoring-Projekt soll jetzt Klarheit bringen.

Lange Zeit gingen Experten davon aus, dass nur einzelne junge Bären von Slowenien oder Italien kommend durch Kärnten durchziehen.

Dem widersprechen jedoch immer öfters Bauern und Jäger: "Alleine im Unteren Gailtal leben rund sechs Bären, die wir bereits gesehen und fotografiert haben", will ein Jäger aus St. Stefan im Gailtal wissen. Ein konkretes Monitoring gibt’s nämlich nicht.

Das soll sich jetzt ändern: "Wir müssen aktiv werden", so Landesrat Rolf Holub: "Wir werden jetzt ein großangelegtes Bärenmonitoring mit Vorträgen starten, denn wenn immer öfters Braunbären gesehen werden, kann es ja auch sein, dass diese die Scheu vor den Menschen verlieren, was ein Problem darstellen könnte."

"Ein Miteinander muss möglich sein"
Holub will Bärenanwalt Bernhard Gutleb mit der Projektumsetzung beauftragten. Holub: "Die abgefeuerte Kugel ist nicht die Lösung. Ein Miteinander muss möglich sein. Die Rückkehr dieser Tiere kann auch als große Auszeichnung für die nachhaltige Arbeit der Almbauern, Waldbesitzer sowie Landwirte angesehen werden."

Aktuell ist das Gailtal der Hotspot für Bären-Sichtungen, aber selbst in Weitensfeld wurden heuer Hinweise auf "Meister Petz" entdeckt.

Übrigens: Kärntens Bären richteten durch Risse und zerstörte Siloballen Gesamtschäden von 15.000 Euro an.

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