So, 19. August 2018

Mehrere Schafrisse

23.10.2016 17:59

Braunbären machen viel Ärger!

Die Zeiten, als nur ein Braunbär auf seiner Wanderung durch Kärnten trottete, sind längst vorbei. "Meister Petz" ist bei uns heimisch geworden. Sechs verschiedene Bären wurden allein im Unteren Gailtal beobachtet und gefilmt. Uns sie machen eine Menge Ärger. Bauern klagen über große Verluste in ihren Schafherden.

"Wir haben heuer auf die Göriacher Alm 29 Schafe aufgetrieben. Nur zwölf kamen zurück", schildert Daniel Grafenauer. Auf der Achomitzer Alm wurden 17 Stück gerissen, 18 weitere auf der Feistritzer Alm und 29 Schafe rund um den Poludnig. "Sechs verschiedene Bären wurden bei uns schon gefilmt", weiß Almobmann Vinzenz Pichler. "Und wir sind die Leidtragenden!" Denn ein Bärenschutz sei so gut wie unmöglich: Die Almen sind einfach zu groß zum Einzäunen, und die Versuche mit Herdenschutzhunden scheiterten, da sie Wanderer und deren Hunde attackierten.

Landwirtschaftskammer-Präsident Johann Mößler fordert einen Landesbärengipfel, denn ein Bärenmonitoring wie es vor Jahren Jägern und Wildbiologen praktizierten, gebe es nicht mehr. In Richtung der Naturschützer, die sich über die Rückkehr der Bären freuen, sagt Mößler: "Es sind aber die Bauern, die mit ihren Tieren die Almen pflegen und zum Natur- und Landschaftsschutz sowie Tourismus einiges beitragen."

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