"Mehr Förderungen"

Neuer Hilferuf der steirischen Eltern-Kind-Zentren

Steiermark
12.10.2016 17:15

"Es wird immer schwieriger. Der Bedarf an unseren Angeboten für Familie wird immer größer, die Leistungen können kaum noch finanziert werden. Die Zukunft ist ungewiss." Die zehn steirischen Eltern-Kind-Zentren gehen - wie vor einem Jahr - in die Offensive. Beim Land sorgt das aber für verärgertes Kopfschütteln.

Von Unterstützung in der Schwangerschaft über Spielgruppen bis zu Workshops über das Elternsein: Das Angebot der Eltern-Kind-Zentren (Ekiz) ist groß. "Wir haben im Schnitt 200 bis 250 Besucher pro Woche", erzählt Bruni Feier-Ambroschütz vom Zentrum in Graz (weitere gibt es u. a. in Fürstenfeld, Leibnitz, Kobenz, Weiz, St. Barbara, Voitsberg und Gleisdorf). Viele Arbeiten werden in den Ekiz ehrenamtlich erledigt.

Wie schon im Herbst des Vorjahres ertönt auch heuer ein "Hilferuf" in Richtung Land: Mit den derzeitigen Fördermitteln könne der Bedarf nicht zur Gänze abgedeckt werden, man müsse entweder Leistungen streichen oder die Preise für Familien erhöhen. 2015 war der Aufschrei von einem kleinen Erfolg gekrönt: Die Fördersumme pro Zentrum stieg von knapp 19.000 auf etwa 23.000 Euro.

"Das ist keine gute Verhandlungsbasis"
Dass die Ekiz nun wieder an die Öffentlichkeit gehen, obwohl die Fördersumme für 2017 noch gar nicht feststeht, sorgt im Sozialressort des Landes für hörbare Verärgerung: "Das ist keine gute Verhandlungsbasis." Betont wird auch, dass nur gefördert werden kann, was den Richtlinien des Landes entspricht: Baby-Yoga zähle zum Beispiel nicht dazu.

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