Großer Rückblick

Österreich in Serbien: 2009 war alles anders!

Sport
09.10.2016 10:02

Sebastian Prödl mit Fieber, Erbrechen und Durchfall in Wien geblieben - also musste Teamchef Didi Constantini 2009 einen Tag vor dem Länderspiel in Belgrad gegen Serbien einen Innenverteidiger-Ersatz aus dem Hut zaubern. Und fand diesen im 18-jährigen Austrianer Aleksandar Dragovic.

So bestritt dieser ausgerechnet in der Heimat seiner Eltern und Großeltern (Familie Dragovic kommt aus Grocka, einem Ort knapp 30 Kilometer von Belgrad entfernt) sein erstes Länderspiel für Österreich, die knappe 0:1-Niederlage konnte der damals drittjüngste ÖFB-Debütant aller Zeiten aber auch nicht verhindern...

Heute ist alles anders
Sieben Jahre danach ist vieles anders: "Drago" hat 51 Länderspiele auf dem Buckel, heimste auf Klubebene schon viele Titel ein (mit FC Basel dreimal Meister und Cupsieger, mit Dynamo Kiew zweimal Meister und zweimal Cupsieger), im Sommer erfüllte sich mit dem Wechsel zu Bayer Leverkusen sein Traum von einer großen internationalen Liga.

(Bild: Krone Grafik, APA/ROBERT JAEGER)

Jetzt die Rückkehr nach Serbien, 25 Karten besorgte er für die Familie, klar ist es ein besonderes Spiel, er selbst versucht dies herunterzuspielen: "Es geht auch nur um drei Punkte."

Zladdi in Serbien geboren
Ein anderer, für den es heute ebenfalls ein besonderes Spiel ist, saß 2009 nur auf der Tribüne: Zlatko Junuzovic, 1987 geboren im serbischen Loznica, die ersten Lebensjahre aufgewachsen im 30 Kilometer entfernten bosnischen Zvornik, mit der Familie 1991 wegen des Bürgerkriegs nach Kärnten geflüchtet. Damals reichte es für ihn, Florian Klein, Helge Payer und Veli Kavlak nicht für den Kader, heute ist "Sladdi" gesetzt. Von Constantinis Belgrad-Startelf ist aktuell nur noch Dragovic dabei, dazu kommt der eingewechselte Marc Janko, im Einsatz waren nur drei Legionäre gewesen (siehe Aufstellung rechts).

HIER KÖNNEN SIE ABSTIMMEN, WER HEUTE GEWINNT:

Vieles hat sich also seit diesem 6. Juni 2009 geändert - nicht nur bei Aleksandar  Dragovic, sondern beim gesamten Team.

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(Bild: KMM)



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