Mi, 17. Oktober 2018

Gersten-Energie

07.10.2016 11:33

Mateschitz will Bier brauen - aus alter Heilquelle

Red-Bull-Chef Dietrich Mateschitz geht offenbar unter die Privatbrauer: Er will künftig in der Steiermark Bier zapfen. Schon im Sommer war darüber gemunkelt worden, nun werden die Pläne konkreter: Im kommenden Jahr soll es losgehen, dann soll neben Red Bull auch bald Bier aus dem Hause Mateschitz sprudeln, berichtet der "Standard" in seiner Freitagsausgabe.

Umgesetzt werden soll das Projekt im obersteirischen Bezirk Murtal. Bereits vor acht Jahren hat Mateschitz in Pöls, 15 Kilometer vom Red Bull Ring in Spielberg entfernt, eine Quelle samt baufälligem Schloss gekauft. Früher wurde dort Mineralwasser abgefüllt, nun soll bald Bier fließen - auf Basis der geschichtsträchtigen Heilquelle. Die Unterlagen rund um die baurechtliche Einreichung seien fertig.

Laut Insidern werde das alte Schloss 2017 saniert, mit Schaubrauerei und Abfüllhalle ausgestattet sowie um einen Gastrobetrieb ergänzt, schreibt das Blatt. Mit dem hauseigenen Bier sollen dann die umliegenden Red-Bull-Betriebe versorgt werden. Ob das Bier auch über die Grenzen hinaus verkauft wird, sei noch offen.

Konkurrenz: "Für Export sexy, aber nichts Neues"
Die Brauereibranche rechne jedenfalls mit einem regionalen Spezialbier und fürchte sich nicht vor Mateschitz' Plänen. "Neue Marken aus der Region tun der gesamten Branche gut", heißt es vom steirischen Platzhirschen Murauer Bier zum "Standard". Egger-Chef Bernhard Prosser sagte: "Ein Bier in schlanken Dosen ist für den Export sexy, aber nichts Neues." Er sei aber sicher, dass Mateschitz einen Masterplan für den Einstieg in die Brauereibranche habe. Obwohl das Geschäft von harten Verdrängungskämpfen gezeichnet sei, gebe es bei Spezialitäten noch Platz für Neuankömmlinge.

Bei Red Bull wollte man die Pläne gegenüber dem "Standard" nicht kommentieren, auch die Gemeinde Pöls hielt sich bedeckt.

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