Do, 19. Juli 2018

Brian Krebs

27.09.2016 11:00

Google schützt Blogger vor Rache der Cybermafia

Wenige Tage, nachdem er zum Opfer der stärksten je gemessenen DDoS-Attacke im Internet wurde und von seinem bisherigen Netzwerk-Bodyguard Akamai fallen gelassen wurde, hat Security-Blogger Brian Krebs einen neuen Verbündeten. Und er ist mächtig: Google selbst hat den Blogger in sein Hacker-Schutzprogramm aufgenommen und will dafür sorgen, dass seine Website selbst den härtesten Vergeltungsschlägen seiner Gegner trotzt.

Krebs selbst meldet auf seiner nach der verheerenden Cyberattacke letzte Woche mittlerweile wieder erreichbaren Website, dass Google nun seine schützende Hand über ihn hält.

Der US-Internetgigant habe ihn in sein Project Shield aufgenommen - ein Programm, das Google Journalisten und Nachrichten-Websites anbietet, um sie vor Cyberangriffen zu schützen und freie Berichterstattung zu gewährleisten. Der Dienst ist kostenlos, erfordert aber eine Bewerbung - und kann für Google ziemlich teuer werden.

Akamai kapitulierte vor massiver DDoS-Attacke
Die potenziellen Kosten, die bei einem DDoS-Angriff - eine Cyberattacke, bei der eine Website mit so vielen Anfragen geflutet wird, dass sie unter der Last den Dienst quittiert - entstehen können waren es auch, die Krebs' bisherigen Schutzherren abschreckten.

Bisher wurde der Security-Blogger vom Netzwerk-Dienstleister Akamai vor DDoS-Attacken geschützt, der jüngste 665-Gigabit-Angriff auf Krebs war jedoch selbst für die Profis bei Akamai zu viel. Sie mussten kapitulieren. Krebs nahm es ihnen nicht übel: Akamai schützte seine Website kostenlos, hätte durch den Angriff aber Kosten in Millionenhöhe zu befürchten gehabt.

Krebs hat viele Feinde im digitalen Untergrund
Ausgelöst wurde der Hacker-Rachefeldzug gegen Krebs durch einen Bericht über eine israelische Cyber-Bande, die Infrastruktur für DDoS-Angriffe zur Verfügung stellte. Die Berichte des Sicherheits-Bloggers hatten dazu beigetragen, dass die Polizei die Hintermänner des DDoS-Netzwerks verhaften konnte.

Es war nicht das erste Mal, dass Krebs sich mit dem digitalen Untergrund angelegt hat. Bereits vor einigen Jahren wurde der Blogger durch seine Berichterstattung zur Zielscheibe Cyberkrimineller. Sie versuchten sogar, ihn zu diskreditieren, indem sie ein Heroin-Päckchen an seine Adresse schicken ließen und die Drogensendung der Polizei meldeten.

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