Fr, 17. August 2018

Raupy, Rettan & Co.

17.07.2016 09:00

Die Pokémon und ihre realen Vorbilder im Vergleich

Nintendo erobert mit "Pokémon Go" derzeit die Smartphones dieser Welt und versetzt alte und neue Pokémon-Fans in den Hype-Modus. Aber woher hatten die Japaner eigentlich die Idee für all die mehr oder weniger knuffigen Taschenmonster? Offensichtlich primär von der Natur: Der US Fish and Wildlife Service hat nämlich einige erstaunliche Parallelen zwischen Nintendos virtuellen Pokémon und ganz realen Tieren gefunden.

In einem Blogeintrag zeigt die US-Behörde publikumswirksam, wie die realen Vorbilder der Pokémon aussehen. Da wäre zum Beispiel das Raupen-Pokémon "Raupy", das mit seinem orangen "Geweih" verblüffend an die Raube des auch bei uns heimischen Schwalbenschwanzes erinnert.

In den USA gibt es mit dem Gabelschwanz noch eine andere Schmetterlingsart, deren Raupen an das Pokémon erinnern. Wie frappierend die Ähnlichkeit ist, sehen Sie hier:

Dieses Pokémon ist einfach: Das Schlangen-Pokémon "Rettan" sieht seinem natürlichen Vorbild nämlich zum Verwechseln ähnlich. Ganz konkret ist die Vorlage für das Pokémon hier die Klapperschlange, der Fish and Wildlife Service sieht besonders große Ähnlichkeit mit der besonders giftigen Diamantklapperschlange:

Auch der süße Pokémon-Vierbeiner "Evoli" hat ein reales Vorbild: den ordinären Rotfuchs, der sich aufgrund seiner Anpassungsfähigkeit in vielen Ländern der Erde angesiedelt hat.

Interessanterweise haben sich Nintendos Pokémon-Designer nicht nur in der Tierwelt Anregungen für ihre Taschenmonster geholt, sondern auch in der Botanik. Die fleischfressende Kannenpflanze beispielsweise ist das natürliche Vorbild für das Pflanzen-Pokémon "Knofensa".

Und auch Wasserbewohner sind nicht davor gefeit, zum Pokémon zu werden. Das Wasser-Pokémon "Quapsel" beispielsweise ist - wie der Name schon andeutet - eine Hommage an Kaulquappen.

Es gäbe noch zahlreiche weitere Pokémon, die an ganz reale Tiere erinnern - etwa das an einen Mix aus Schnabeltier und Ente erinnernde "Enton" oder das Karpfen-Pokémon "Karpador". Und damit ist das Ende der Fahnenstange noch lange nicht erreicht: Aktuell gibt es mehr als 700 unterschiedliche Pokémon, von denen im Mobile-Game "Pokémon Go" rund 160 gefangen werden können.

Auf der Erde gibt es neuesten Schätzungen zufolge aber mehr als acht Millionen verschiedene Tier- und Pflanzenarten. Da ist noch reichlich Potenzial für weitere Taschenmonster vorhanden.

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