Mi, 21. November 2018

"Sind ihr Trauma"

28.06.2016 14:36

Italien: "Deutschland, du machst uns keine Angst!"

Reiner Catenaccio war gestern, guter Offensivfußball samt stabiler Defensive ist heute - Italiens Nationalteam setzte am Montag mit dem 2:0-Sieg gegen Titelverteidiger Spanien bei der EM in Frankreich eine deutliche Duftmarke. "Die Spieler haben etwas Spezielles", lobte Teamchef Antonio Conte seine Truppe. Und jetzt wartet mit Weltmeister Deutschland im Viertelfinale ein Team, gegen das die Italiener noch nie bei (oder auf dem Weg zu) einer EM oder WM verloren haben - kein Wunder, dass der Optimismus groß ist: "Deutschland, du machst uns keine Angst. Wir sind nicht der Alptraum der Deutschen, wir sind ihr Trauma, ihre fußballerische Tragödie", titelte etwa der "Corriere dello Sport".

Fakt ist, dass Italien die einzige große Fußball-Nation ist, gegen die Deutschland noch kein Pflichtspiel gewinnen konnte: Fünf WM-Duelle, drei EM-Partien - kein deutscher Sieg! Immerhin bei einem Testspiel zur EM-Vorbereitung behielt die DFB-Auswahl am 29. März in München klar mit 4:1 die Oberhand. Kapitän Gianluigi Buffon: "Deutschland ist auf dem Papier stärker als wir, aber dann gibt es den Platz und manchmal gibt der andere Antworten." Die Statistik spricht dafür…

"Es ist ein Italien zum Ausflippen - Spanien zu Hause!"
Begeistert waren die italienischen Medien von der "Squadra Azzurra" bereits wegen ihres triumphalen Erfolgs gegen den Europameister der Jahre 2008 und 2012 am Montag. "Azzurri im Paradies", schrieb der "Corriere della Sera". "Es ist ein Italien zum Ausflippen - Spanien zu Hause! Jetzt können wir träumen ", war in der "Gazzetta dello Sport" zu lesen. Die Italiener waren im Stade de France ohne Furcht gestartet und hatten die Iberer dermaßen überrascht, dass diese 45 Minuten lang überhaupt nicht ins Spiel fanden. "Es war eine großartige Leistung. Besonders freut es mich, weil wir eine Mannschaft haben, die auch Fußball spielt", sagte ein überglücklicher Conte.

"Wir haben mit Entschlossenheit und Willen gekämpft"
Giorgio Chiellini (33.) besorgte vor 76.165 Zuschauern die mehr als verdiente Führung, Graziano Pelle (91.) machte in der Nachspielzeit alles klar. Dass es so lange spannend blieb, hatten die Spanier Goalie David de Gea zu verdanken, der zwar beim 0:1 patzte, dafür aber sonst mehrmals großartige Paraden zeigte. "Wir haben mit Entschlossenheit und Willen gekämpft. Es war eine gewaltige Leistung gegen das beste Team der Welt", erklärte der zum "Man of the Match" gewählte Leonardo Bonucci. Auch wenn die Spanier nach dem Seitenwechsel aufkamen und Chancen vorfanden, sei der Aufstieg verdient gewesen.

Für den nach dem Turnier zum englischen Topklub Chelsea wechselnden Conte, der an der Seitenlinie mehr als 90 Minuten voll mitlebte, schloss sich ein Kreis. Im Viertelfinale der WM 1994 war er noch als aktiver Spieler beim zuvor letzten italienischen Pflichtspielsieg (2:1) gegen Spanien auf dem Platz gestanden. 22 Jahre später sorgte er nun als Trainer für das Ende der langen Durststrecke.

Torschütze Chiellini: "Conte ist ein Maestro"
"Nach Jahren der spanischen Dominanz ist es uns endlich gelungen, Revanche zu nehmen. Das ist aber erst der Anfang, wir haben noch einen langen Weg zu gehen", sagte Chiellini. Die jüngsten Negativerlebnisse im direkten Duell, darunter vor allem das mit 0:4 verlorene EM-Endspiel 2012 in Kiew, wären eine "Extramotivation" gewesen. "Wir hatten ein gutes Gefühl und einen enormen Willen, den Aufstieg zu schaffen", so der Verteidiger. Zudem waren die Italiener taktisch mit ihrer 3-5-2-Formation bestens eingestellt. "Conte ist ein Maestro", schwärmte Chiellini von seinem Trainer.

Der 46-jährige Italiener hat großen Anteil am Erfolg der Mannschaft. "Wir sind eine Nationalelf ohne große Talente, also mussten wir eine Mannschaft formen und darin ist Antonio Conte Meister", erklärte Bonucci. 2006 beim letzten WM

-Titel war Italiens Team demgegenüber noch mit zahlreichen Stars gespickt gewesen.

Conte zu Deutschland-Partie: "Es wird ganz, ganz schwer"
Auf Conte wartet in den nächsten Tagen wieder viel Arbeit, gilt es doch ein Rezept für das Viertelfinal-Duell mit Weltmeister Deutschland zu finden. "Wir bekommen es nun mit der besten Mannschaft bei dieser EM zu tun. Es ist klar, dass sie der Favorit sind. Es wird ganz, ganz schwer", ist sich Conte bewusst. Seine Elf müsse etwas Außergewöhnliches schaffen. Und das nicht in Bestbesetzung. Daniele de Rossi droht wegen einer Hüftverletzung auszufallen, sein Ersatzmann Thiago Motta ist gesperrt. "Das ist ein großer Schlag", sagte Conte.

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