Vorreiter Steiermark

Galgenfrist für Feinstaub-Sünder

Die Steiermark steigt voll auf die Feinstaub-Bremse und plant für den Winter Fahrverbote und Tempolimits. In Oberösterreich bleiben solche Maßnahmen aber vorerst nur theoretische Ruten im Fenster: „Zuerst wollen wir sehen, wie stark unser eigenes Maßnahmenpaket greift“, so Grün-Landesrat Rudi Anschober.

Eine Reduktion um 3000 Tonnen Feinstaub soll in Oberösterreich bis Oktober 2007 die Luft entlassen, davon 1700 Tonnen durch eine sauberere Voest in Linz.

Für die anderen 1300 Tonnen gibt es ein Maßnahmenpaket in Abstimmung mit den Feinstaub-Sanierungsgebieten Linz, Wels und Steyr - doch ohne so drastische Maßnahmen, wie sie die Steiermark im Verkehrsbereich nun vorhat. „Die Steiermark hängt ihre Akutmaßnahmen an Grenzwertüberschreitungen an mindestens sechs Tagen in Folge. So eine Situation hat es in Oberösterreich noch nie gegeben“, sagt Anschober. Daher enthält Oberösterreichs Anti-Feinstaub-Paket in Sachen Verkehr positive Anreize statt Verbote, sowie Ausbau und Verbesserung des öffentlichen Verkehrs.

Trotzdem bleibt das steirische Modell eine Rute im Fenster für die Feinstaub-Sünder: „Im Herbst 2007 wird unser Maßnahmenpaket auf seinen Erfolg überprüft. Wenn dabei Nachjustierungen nötig werden, werden wir alle denkbaren Maßnahmen prüfen müssen“, so der Landesrat.

 

 

Foto: Einöder

Freitag, 18. Juni 2021
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