Die Flüchtlingskrise fordert auch das Bundesheer: 1450 Soldaten stehen ab Montag im Grenzeinsatz, davon 450 in Kärnten, vor allem Jäger und Pioniere. Ihre Aufgabe ist es, einen geordneten Ablauf an den Grenzen weiter sicherzustellen.
"Das Verteidigungsministerium erhöht auf Anforderung des Innenministeriums die derzeit eingesetzten Kräfte, um verstärkte Grenzkontrollen durchführen zu können", erklärt Minister Hans-Peter Doskozil, warum am Wochenende vier Assistenzkompanien neu hinzugezogen wurden und die Zahl von etwa 1000 Kräften um fast die Hälfte aufgestockt wurde.
Das Jägerbataillon 26 aus Spittal ist nun sowohl in Spielfeld als auch in Kärnten - Karawankentunnel und Loibl-Pass - aktiv, auch die 25er aus Klagenfurt sind im Einsatz. In Villach steht das Pionierbataillon 1 für den Bau von mobilen Sperren bereit. Gemeinsam mit einer Militärstreife aus Salzburg sollen sie innerhalb kürzester Zeit dort eingreifen können, wo sie gerade gebraucht werden.
Auch technisch sei man für die sicherheitspolizeiliche Assistenz gut gerüstet: Zwei S70 Black Hawk und vier AB 212 Hubschrauber übernehmen Transportaufgaben, ein Gerät mit einem Nachtsichtgerät FLIR dient zusätzlich zur Grenzraumüberwachung, zwei Pandur-Radpanzer sowie drei Transporter des Typs Husar können Grenzlücken schließen. Insgesamt hat das Heer bisher 232.375 Flüchtlingstransporte durchgeführt.













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