Di, 21. Mai 2019
12.01.2016 13:31

Pegida-Demo

Mehrere Verletzte nach Ausschreitungen in Potsdam

Nach einer Kundgebung der islam- und ausländerfeindlichen Pegida-Bewegung im deutschen Potsdam ist es am Montagabend zu Auseinandersetzungen mit Gegendemonstranten gekommen. Nach Angaben der Polizei versuchten die Pegida-Gegner, Teilnehmer des sogenannten Abendspaziergangs anzugreifen, die von der Polizei zum Bahnhof geleitet wurden. Die Exekutive sprach von mehreren verletzten Beamten und Demonstranten.

Es flogen Steine und Böller, auch abgerissene Verkehrsschilder und Mülltonnen wurden geworfen. Augenzeugen berichteten von kleineren Rangeleien mit Polizisten.

Polizei setzt Pfefferspray ein
Die Beamten setzten Pfefferspray ein, das Präsidium beorderte zwei zusätzliche Einsatzhundertschaften nach Potsdam. Zuvor hatten mehrere Hundert Menschen in der Potsdamer Innenstadt größtenteils friedlich gegen Pegida protestiert. Mit dabei waren auch zahlreiche Potsdamer Stadtverordnete. Unter dem Motto "Potsdam bekennt Farbe" traten sie für ein weltoffenes, tolerantes Bundesland Brandenburg und die Integration von Flüchtlingen ein.

Reisebus blockiert
Wenige Hundert Meter entfernt versammelten sich auf dem zentralen Bassin-Platz nach Schätzungen von Reportern knapp 100 Pegida-Sympathisanten im strömenden Regen zu einer Kundgebung. Ein Reisebus, in dem Anhänger der "Bärgida"-Bewegung aus Berlin vermutet wurden, wurde zeitweise blockiert. Bei einem zweiten Bus sollen die Scheiben eingeworfen worden sein, berichten Augenzeugen.

Zu dem geplanten "Abendspaziergang" kam es angesichts der vielen Gegendemonstranten nicht. "Der Abend war für Pegida in Potsdam eine große Pleite", so Stadtsprecher Stefan Schulz. Da wusste er allerdings noch nichts von den Ausschreitungen.

Demonstrationen auch in Leipzig
Auch in Leipzig haben am Montagabend mehrere Tausend Gegner sowie Anhänger des fremdenfeindlichen Bündnisses Legida demonstriert. Gleichzeitig randalierten im linksautonom geprägten Stadtteil Connewitz etwa 250 vermummte, nach Polizeiangaben rechtsorientierte Hooligans. Sie hätten Pyrotechnik gezündet und Schaufensterscheiben mit Steinen eingeworfen, sagte eine Polizeisprecherin. Auf Twitter teilte die Polizei mit, die Randalierer seien festgesetzt worden, die Lage sei unter Kontrolle.

Kommentare

Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Aktuelle Schlagzeilen
Gebell stört Nachbarn
Streit könnte zwei Hunden nun das Leben kosten
Oberösterreich
Talk mit Rapid-Boss
Peschek: „Wozu ein Panzer beim Hartberg-Spiel?“
Fußball National
Legendärer Geldanleger
Niki Lauda: Der sparsame Geschäftsmann
Formel 1
Nach Test „geflogen“
Sex-Stalker drohte mit Mord an Welser Schule
Oberösterreich
Kurz bald auch weg?
Spekulation um Fischer als Übergangs-Kanzler
Österreich
Legende, Unternehmer
Niki Lauda: Der Nationalheld als Kultfigur
Österreich
Straches tiefer Fall
Schadenfreude - eine angemessene Reaktion?
Österreich

Newsletter