Mo, 17. Dezember 2018

Laut Geheimdienst

04.12.2015 10:06

IS plant Anschläge auf Russen in Thailand

Sicherheitsbehörden gehen Hinweisen nach, wonach die Terrororganisation Islamischer Staat Anschläge gegen Russen in Thailand verüben könnte. Im Oktober seien zehn Syrer mit Verbindungen zum IS in das südostasiatische Land eingereist, um russische Ziele ins Visier zu nehmen, teilte die thailändische Polizei am Freitag unter Berufung auf russische Geheimdienstinformationen mit.

Vier Verdächtige seien in den Badeort Pattaya, zwei auf die Touristen-Insel Phuket und zwei in die Hauptstadt Bangkok gereist. Wo sich die beiden übrigen aufhalten, sei unklar. Russische Kampfflugzeuge nehmen seit Ende September Ziele des IS in Syrien unter Beschuss. Die Extremisten haben sich zum Anschlag auf ein russisches Verkehrsflugzeug Ende Oktober über der Sinai-Halbinsel bekannt, bei dem alle 224 Menschen an Bord getötet worden waren.

Enthaupteter Russe laut Kadyrow kein Spion
Der Präsident der russischen Republik Tschetschenien, Ramsan Kadyrow, bestätigte indes die Enthauptung eines Russen durch den IS in Syrien. Auf Kadyrows amtlicher Website hieß es am Donnerstag, bei dem Mann handle es sich um einen Russen aus Tschetschenien. Allerdings habe er - anders als von den Dschihadisten behauptet - nicht für den russischen Geheimdienst gearbeitet. Vielmehr hätten die IS-Kämpfer den Mann zu einer derartigen Aussage "gezwungen".

Der IS hatte am Mittwoch im Internet ein Video veröffentlicht, das die Tötung eines angeblichen russischen Spions zeigt:

Vor seiner Enthauptung sagt der Mann darin, der russische Geheimdienst habe ihn angeworben, damit er Informationen über den IS und dessen Kämpfer aus dem Kaukasus sammle. Ein russischsprachiger IS-Kämpfer wendet sich daraufhin direkt an Moskau und verkündet, dass Russland in Syrien eine Niederlage bevorstehe und seine Soldaten getötet würden.

Rund 2000 Russen kämpfen für den IS
Nach Angaben russischer Anti-Terror-Behörden kämpfen fast 2000 russische Staatsangehörige in den Reihen der IS-Miliz im Irak und in Syrien. Experten schätzen die Zahl auf etwa 5000. Viele der Kämpfer stammen aus Tschetschenien oder sind ehemalige islamistische Rebellen aus dem Nordkaukasus, die Moskau in den Jahren nach 2000 blutig niederschlug.

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