Di, 17. Juli 2018

Gutachten:

01.12.2015 16:21

Leichte Entwarnung

Leichte Entwarnung gibt ein Gutachten nach dem Umweltdrama an der Möll. Anfang Oktober war bei der Spülung eines Stausees, wie berichtet, eine Schlammlawine in Gang gesetzt worden, die etliche Lebewesen in den Tod riss. Erstes Aufatmen: 80 Prozent des Fischbestandes haben überlebt! Der Fall liegt im Ministerium.

Die Staulegungen, bei denen regelmäßig die Kraftwerksspeicher Rottau und Gößnitz von Ablagerungen befreit werden, sorgten vor Wochen für große Aufregung: Eine Schlammlawine raste damals flussabwärts und riss etliche Lebewesen in den Tod. Fischer befürchteten sogar einen Totalausfall beim Äschenbestand.

Ein Gutachten gibt nach der Tragödie jetzt leichte Entwarnung. Es sei von "keiner erheblichen und nachhaltigen Schädigung am Fischbestand durch das Spülereignis im Oktober auszugehen", heißt es im Bericht der Umweltabteilung.

Dennoch seien an gewissen Flussabschnitten 90 (!) Prozent der Kleinstlebewesen verendet. Bis zu 20 Prozent der Fische starben oder wurden "verdriftet", heißt es. Und das seien immerhin bis zu 6000 Tiere. "Genau sagen, wie viele Fische starben, können wir erst, wenn wir sie vor der Staulegung markieren", so Fischereiberechtigter Gert Gradnitzer.

Um die ökologischen Auwirkungen der Kraftwerksspülungen aufzuzeigen, soll 2016 tatsächlich 1500 Fischen Farbe injiziert werden - durch Befischungen vor und nach der Spülung lasse sich das Schadensausmaß dann feststellen.

Der Fall liegt weiter bei der Staatsanwaltschaft. Und im Ministerium: Eine Arbeitsgruppe hat am Montag darüber diskutiert, wie Kraftwerksspülungen künftig ökologischer durchgeführt werden können.

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