Di, 18. September 2018

Gutachten:

01.12.2015 16:21

Leichte Entwarnung

Leichte Entwarnung gibt ein Gutachten nach dem Umweltdrama an der Möll. Anfang Oktober war bei der Spülung eines Stausees, wie berichtet, eine Schlammlawine in Gang gesetzt worden, die etliche Lebewesen in den Tod riss. Erstes Aufatmen: 80 Prozent des Fischbestandes haben überlebt! Der Fall liegt im Ministerium.

Die Staulegungen, bei denen regelmäßig die Kraftwerksspeicher Rottau und Gößnitz von Ablagerungen befreit werden, sorgten vor Wochen für große Aufregung: Eine Schlammlawine raste damals flussabwärts und riss etliche Lebewesen in den Tod. Fischer befürchteten sogar einen Totalausfall beim Äschenbestand.

Ein Gutachten gibt nach der Tragödie jetzt leichte Entwarnung. Es sei von "keiner erheblichen und nachhaltigen Schädigung am Fischbestand durch das Spülereignis im Oktober auszugehen", heißt es im Bericht der Umweltabteilung.

Dennoch seien an gewissen Flussabschnitten 90 (!) Prozent der Kleinstlebewesen verendet. Bis zu 20 Prozent der Fische starben oder wurden "verdriftet", heißt es. Und das seien immerhin bis zu 6000 Tiere. "Genau sagen, wie viele Fische starben, können wir erst, wenn wir sie vor der Staulegung markieren", so Fischereiberechtigter Gert Gradnitzer.

Um die ökologischen Auwirkungen der Kraftwerksspülungen aufzuzeigen, soll 2016 tatsächlich 1500 Fischen Farbe injiziert werden - durch Befischungen vor und nach der Spülung lasse sich das Schadensausmaß dann feststellen.

Der Fall liegt weiter bei der Staatsanwaltschaft. Und im Ministerium: Eine Arbeitsgruppe hat am Montag darüber diskutiert, wie Kraftwerksspülungen künftig ökologischer durchgeführt werden können.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Kärnten

Newsletter

Melden Sie sich hier mit Ihrer E-Mail-Adresse an, um täglich den "Krone"-Newsletter zu erhalten.

Nachrichten aus meinem Bundesland
Die Bekanntgabe Ihres Bundeslandes hilft uns, Sie mit noch regionaleren Inhalten zu versorgen.