Sa, 18. August 2018

Ärger über Öffi-Test

18.04.2015 06:21

13-Stunden-Fahrt sorgt für große Aufregung

Mehr als einen halben Tag will VP-Abgeordneter Helmut Sampt mit den Öffis von Kalch nach Oberpullendorf gebraucht haben. "Das ist glatt erfunden", wirft ihm jetzt die SP vor. Er sei daheim und im Auto gesehen worden. Mit den Vorwürfen konfrontiert, musste Sampt die schiefe Optik der Wahlkampfaktion einräumen.

Um auf Defizite im Öffi-Netz aufmerksam zu machen, hatten VP-Politiker den Selbstversuch gewagt – unter ihnen auch Helmut Sampt. Nach eigenen Angaben habe er für die rund 120 Kilometer lange Strecke von Kalch nach Oberpullendorf 13 Stunden gebraucht und bereits am Vorabend aufbrechen müssen. Dem widerspricht die SP. "Lügen haben kurze Beine", poltert SP-Abgeordneter Ewald Schnecker. Sampt könne gar nicht am Abend losgefahren sein. Da sei er nämlich noch daheim gesehen worden. Und am nächsten Morgen sei er gegen 6.30 Uhr von daheim mit dem Pkw aufgebrochen. "Er hat den Menschen mit seinem Öffi-Test ein glattes Märchen aufgetischt."

"Alles ein Missverständnis"
Mit diesen Vorwürfen konfrontiert, erklärte Sampt, dass die ganze Sache ein Missverständnis sei. Er habe es wegen Terminen nicht geschafft, die ganze Strecke öffentlich zu fahren. "Daher bin ich mit dem Auto von Kalch nach Jennersdorf gereist, von dort ging’s mit dem Bus weiter." Dauer: 2,5 Stunden. "Hätte ich jedoch den gesamten Weg mit Öffis zurückgelegt, hätte ich in Jennersdorf übernachten müssen und sogar 25 Stunden gebraucht", verteidigt sich Sampt.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentar schreiben

Sie haben einen themenrelevanten Kommentar? Dann schreiben Sie hier Ihr Storyposting! Sie möchten mit anderen Usern Meinungen austauschen oder länger über ein Thema oder eine Story diskutieren? Dafür steht Ihnen jederzeit unser krone.at-Forum, eines der größten Internetforen Österreichs, zur Verfügung. Sowohl im Forum als auch bei Storypostings bitten wir Sie, unsere AGB und die Netiquette einzuhalten!
Diese Kommentarfunktion wird prä-moderiert. Eingehende Beiträge werden zunächst geprüft und anschließend veröffentlicht.

Kommentar schreiben
500 Zeichen frei
Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Burgenland

Newsletter

Melden Sie sich hier mit Ihrer E-Mail-Adresse an, um täglich den "Krone"-Newsletter zu erhalten.