Mi, 20. März 2019
26.03.2015 22:31

Donauchemie

HCB: Neuer Streit um die Verantwortung

Zwischen Donau Chemie sowie Wietersdorfer&Peggauer (w&p) scheinen sich die Fronten zu verhärten. Die Donau Chemie weist die Behauptung von w&p zurück, die Belastung des Görtschitztals mit HCB sei unter anderem darauf zurückzuführen, dass der zu verbrennende Blaukalk nicht immer korrekt beschrieben worden sei.

"Schade, dass wir uns noch immer mit der Vergangenheit beschäftigen müssen", eröffnete Donau Chemie-Vorstandsvorsitzender Franz Geiger am Donnerstag die Pressekonferenz in Klagenfurt.

"War von den Socken"

Anlass dafür war eine Stellungnahme von w&p, wonach der angelieferte Blaukalk von der Donau Chemie nicht korrekt beschrieben worden sei. "Da war ich wirklich von den Socken", so Geiger. Die Verantwortlichen von w&p hätten stets über die Belastung Bescheid gewusst und das mehrfach bestätigt. Man orte daher eine "Verwirrungstaktik" hinter den aktuellen Aussagen von w&p.

Geiger: "Wir behalten unser Ziel im Auge, die Altlast auf der Deponie rasch und umweltgerecht zu entsorgen. Sonst besteht die große Gefahr eines Stillstands."

Bisher seien 150.000 Tonnen Blaukalk verbrannt worden, bis 2022 müssen die gesamten 400.000 Tonnen entsorgt sein.

"Den Kalk woanders hinbringen"
Die Donau Chemie beharrt deshalb auf den Entsorgungsvertrag mituch an ein Subunternehmen vergeben werden. Geiger: "Sie können den Kalk auch abholen und woanders hinbringen."

Wie die "Krone" bereits berichtete, könnte der Entsorgungsauftrag durch w&p auch an ein Subunternehmen vergeben werden.

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