Studenten und Lehrpersonal der Universität Wien standen am Mittwoch vor einem Rätsel. Statt E-Mail-Account, Formularen oder Lernmanagement erschien lediglich eine Informationsseite. Zahlreiche Systeme waren heruntergefahren worden. Die „Krone“ weiß, welche Hintergründe die Maßnahme hat.
„Präventive Abschaltung zentraler IT-Services“ war der Schriftzug, der am Mittwochnachmittag vermutlich unzählige Studierende und Lehrende der Universität Wien vor ein Rätsel stellte. Formulare funktionierten nicht mehr, das Lernmanagementsystem Moodle war ebenso nicht mehr aufrufbar wie der eigene Mailaccount. Viele vermuteten demnach eine Attacke aus dem Darknet auf die Systeme der mit knapp 90.000 Studenten größten Uni des Landes.
Weltweite Sicherheitslücke sorgt für Wirbel
Nicht ganz zu Unrecht, denn tatsächlich handelt es sich um ein Sicherheitsleck. Und zwar im PHP-System, das weltweit als Programmiersprache bei Datenbanken oder im Contentmanagement im Hintergrund läuft. Auf Anfrage der „Krone“ bestätigte man seitens der Uni, dass die gravierende Sicherheitslücke bekannt war und präventiv gehandelt wurde. Das IT-Sicherheitsunternehmen Huntress spricht von einer „akuten Notfallsituation, die Betreiber von Internetseiten in aller Welt zu schnellem Handeln zwingt“.
Für den späteren Nachmittag ist nach jetzigem Stand ein Sicherheitsupdate geplant – wann genau jenes kommt und eingespielt werden kann, ist jedoch bislang nicht sicher. Gegenüber der „Krone“ betont eine Sprecherin jedoch, dass es sich nicht um einen aktiven Hackerangriff handelt. Es gebe keinen Angriff auf Systeme oder Daten der Universität Wien.
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