Nach Aufreger-Szene

Favorit Zverev muss sich Djokovic geschlagen geben

Tennis
04.10.2026 16:11
Porträt von krone Sport
Von krone Sport

Alexander Zverev hat sich im Viertelfinale der Tennis-China-Open Routinier Novak Djokovic geschlagen geben müssen. Der Serbe setzte sich mit 2:1 (4:6, 6:4, 6:4) durch und stoppte damit den Erfolgslauf des Deutschen. 

In einem engen Duell gab es schon früh im ersten Satz eine große Aufreger-Szene. Zverev hatte einen Ball mit der Vorhand ins Aus befördert, sich dabei aber von einer Werbebande hinter Djokovic irritierte gefühlt. Der Deutsche verwendete eine Challenge und bekam recht. 

Eine Entscheidung, die Routinier Djokovic nicht verstehen konnte. „Hätte er das auch nach einem Ballwechsel von 30 Schlägen machen dürfen?“, fauchte der Serbe schließlich den Schiedsrichter an – dieser beendete daraufhin die Debatte und das Match wurde fortgesetzt. 

Djokovic darf jubeln
Unbeeindruckt sicherte sich der Serbe den Punkt in der Wiederholung. Den ersten Satz hingegen sicherte sich schließlich der Deutsche. Doch die ehemalige Nummer eins der Weltrangliste zeigte starke Moral und kämpfte sich zurück ins Match. So sicherte er sich die beiden folgenden Sätze mit 6:4 und schaltete Favorit Zverev damit durchaus überraschend aus.

„Für diese Momente spiele ich immer noch, die Motivation ist groß, wenn man sich gut fühlt und gegen die Besten gewinnen kann“, sagte Djokovic im ATP-Interview. „Es war schwierig dieses Jahr, aber ich bin immer noch da und lasse die Jungen für ihr Geld arbeiten.“ Im Match gegen Zverev habe er bei kühlen Temperaturen einen schlechten Start gehabt. „Ich habe mich nicht gut genug aufgewärmt, meine Schuld. Aber Mitte erster Satz habe ich gespürt, dass ich einen guten Rhythmus bekomme. Er ist derzeit der beste Spieler der Welt, wenn er so serviert, ist es ein Alptraum für seine Gegner. Ich bin froh, dass meine Nerven gehalten haben.“

Showdown jetzt in Wien?
Djokovic, der seine Peking-Gesamtbilanz auf 32:0-Siege schraubte, trifft nun im Halbfinale auf den als Nummer 3 gesetzten Russen Daniil Medwedew. Im Head-to-Head mit Zverev stellte er auf 10:5. Der aktuell knapp außerhalb der Top Ten befindliche Superstar hat in diesem Jahr noch kein Turnier gewonnen. Im zweiten Halbfinale treffen der Pole Hubert Hurkacz und der Australier Alex de Minaur aufeinander.

Zverev kann damit im Verlauf der Asien-Tournee Jannik Sinner noch nicht als Nummer 1 ablösen, womit es in Wien so weit sein könnte

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