"One Hell of a Ride"

“Streif”: Auf der gefährlichsten Skipiste der Welt

Kino
23.12.2014 17:52
"One Hell of a Ride" zeigt die Ereignisse rund um das 74. Hahnenkammrennen im Jänner 2014 sowie die 365 Tage davor. Der Kanadier Erik Guay ist großer Favorit, der Norweger Aksel Lund Svindal wähnt sich lange als Sieger, der Österreicher Hannes Reichelt überrascht, obwohl er gar nicht hätte antreten dürfen. Der wahre Held ist freilich die "Streif", also die Rennstrecke selbst, die von 18 Kamerateams aufwendig in Szene gesetzt wurde. Ab 25. Dezember im Kino.

Es war der tödliche Lawinen-Unfall einer anderen Seilschaft am Everest, der die Macher von "Mount St. Elias" bewogen hat, ihre Pläne hinsichtlich eines weiteren Ski-Films zu ändern. Herausgekommen ist der erste abendfüllende Dokumentarfilm über das Kitzbüheler Hahnenkamm-Rennen, der dramaturgisch wie ein Spielfilm funktioniert.

Die Bilder des "Höllenritts" sind spektakulär, imposant, neu. Die Handlung folgt dem Muster von "Mount St. Elias" mit Handlungs-Erzählern - hier sind das die beiden Ex-Rennfahrer Didier Cuche (Kitz-Rekordsieger) und Daron Rahlves - sowie im Wesentlichen fünf Hauptakteuren, den Skifahrern Aksel Lund Svindal, Erik Guay, Max Franz, Juri Danilotschkin und Hannes Reichelt.

Der wahre Held ist die "Streif"
Der wahre Held ist freilich die "Streif" selbst. Wahrscheinlich wird ohnehin kein Skirennen auf diesem Planeten medial so gut belichtet wie jenes in Kitzbühel. Doch der vom Kitzbüheler Extremskifahrer, Bergsteiger und KSC-Mitglied Axel Naglich initiierte Film schafft es dank Regisseur Gerald Salmina und seiner im Metier profunden Crew nicht nur, das alljährliche Sport-und Society-Spektakel auf Cinemascope-Breite aufzuziehen, sondern auch eine bemerkenswerte Authentizität.

Und das nicht nur dank der zum Teil sehr aufwendigen Bilder, die man von den 18 Kamerateams aus tausend Stunden angefilmtem Material erhalten hat. Der Film lässt auch thematisch das Thema "Streif" besser und neu verstehen.

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